Berichterstattung über die Jahreshauptversammlung am 15.03.2017

Text: Bernhard Huber

 

Stadtkapelle ist auf gutem Weg

 

Großes Pensum absolviert / Kooperation mit Gemeinschaftsschule / Mitglieder ausgezeichnet

 

81 Auftritte und Gesamtproben im Jahr 2016, »alle viereinhalb Tage ein Musikertermin«, bilanzierte der Vorsitzende Jörg Müller für die Stadt- und Kirchspielskapelle bei der Hauptversammlung im Hotel »Kalikutt« am Mittwoch. Martina Mayer und Christine Fischer-Huber erhielten für ihre 25-jährige Treue zur Musik die Ehrennadel des Bunds Deutscher Blasmusikverbände (BDB).

»Ich danke allen, die sich für die Kapelle und unsere Musik in irgendeiner Form einsetzen. Es wurden großartige Leistungen vollbracht. Die große Zahl an öffentlichen Auftritten unterstreicht die Wichtigkeit und den Stellenwert der Kapelle für das Oppenauer Gemeindeleben.« Diesen Dank stellte Vorsitzender Jörg Müller ans Ende seines Tätigkeitsberichts. Zuvor reihte er das Jahresgeschehen auf. Markante Punkte waren das Jahreskonzert »Fernweh, eine musikalische Weltreise«, das Kirchenkonzert mit der erstmaligen Präsentation der neuen Uniform, das Musiker-Herbstfest, die Konzertreise nach Ketsch, das Stadtgartenkonzert der Jugendkapelle unter der Leitung von Markus Schmiederer, das Musik-Kaffee der Jungmusiker und die Reihe der Kurkonzerte mit dem sonntagmorgendlichen Konzert in der Klosterruine Allerheiligen. Zig-fachbereicherte die Kapelle Veranstaltungen im kirchlichen wie auch im weltlichen Gemeindeleben mit ihrer Musik. Müller erinnerte daran, dass der Verein seit 2016 von dem Dreierteam Tanja Schwarz, Markus Konrad und ihm geführt wird. »Das gelang bisher bestens«, so das Fazit. In seinem Bericht schloss Jörg Müller den Dank an Stadtkapellmeister Stephan Börsig mit ein. »Er schafft es, uns auf den Punkt dahin zu bringen, wo wir sein sollen, und trifft immer genau den Geschmack der Zuhörer.« »Sehr hohes Niveau« Detailliert informierte Tanja Schwarz über die finanzielle Entwicklung. Größte Ausgabenposten waren die Jugendausbildung, der Instrumentenkauf und dann einmalig für 2016 die neuen Uniformen. Bereinigt um den Kauf der Uniformen habe man das Jahr finanziell positiv abschließen können. Ortsvorsteher Martin Springmann (Ibach) überbrachte die Grüße von Bürgermeister Thomas Grieser. »Die Stadtkapelle Oppenau ist überörtlich für ihre sehr gute Leistung bekannt, ihr habt tolle Erfolge und das auf einem sehr hohen Niveau«, meinte Springmann und ergänzte: »Das ist Werbung für die Musik, für unsere Stadt und für uns alle.« Ganz und gar einen Glanzpunkt der Versammlung bildeten die Ehrungen langjähriger Aktiver. Jörg Müller überreichte Katrin Huber (Querflöte), Nicolas Huber (Trompete) und Nicole Mischke (Querflöte) für zehn Jahre Musizieren die silberne Vereinsehrennadel. 25 Jahre sind Martina Mayer (Querflöte), Christine Fischer-Huber (Waldhorn) in der Stadtkapelle Oppenau aktiv. »Diese Auszeichnung ist für mich eine besondere Ehre, seit der Jugendkapelle haben wir gemeinsam viel erlebt«, so Müller: »Beide bringen sich in den Verein überdurchschnittlich ein, weit über die Musik hinaus.« Durch ihre perfekte Moderation gebe Martina Mayer den Konzerten der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau jedes Mal ein tolles Gesicht. Ohne großes Aufheben schaffe Christine Fischer-Huber mit ihrem handwerklichen Geschick für die verschiedensten Veranstaltungen Dekorationskunstwerke aus Holz, auch das neue Probelokal sei unter ihrer Mitwirkung zu dem geworden, was es jetzt darstelle. Müller: »Wenn es ein Vorbild braucht, dann seid ihr beide die erste Wahl.« Die Glückwünsche des Acher-Renchtal-Musikverbandes überbrachte Sven Schmiederer und zeichnete, begleitetet vom Beifall der ganzen Musikerfamilie, Martina Mayer und Christine Fischer-Huber mit der Ehrennadel in Silber des Bunds Deutscher Blasmusikverbände aus. Stadtkapellmeister Stephan Börsig ging auf die Kooperation mit der Franz-Rapp-Schule ein. Zu der vor vier Jahren gegründeten Bläserklasse hätten sich 13 Kinder mit unterschiedlichen Instrumenten angemeldet. »Alle absolvierten das Junior-Abzeichen und konnten in das derzeit bestehende Vororchester übernommen werden«, so Börsig. Im vergangenen Jahr sei mit 12 Kindern die 2. Bläserklasse gestartet, die Ende 2017 ende. Mit der Gründung der neuen Gemeinschaftsschule ergebe sich die Möglichkeit, eine neue Bläserklasse zu installieren. Sie beginne ab der 5. Klasse. »Dies hat den Vorteil, dass die Schüler über einen längeren Zeitraum vor Ort sind und somit mehrere Jahre als Schulorchester zusammen musizieren können«, so Börsig. Dem großen Einzugsgebiet der Gemeinschaftsschule zufolge würden auch die Musikvereine der umliegenden Orte erheblich davon profitieren. Eindrucksvolle Modelle seien auf Verbandsebene vorgestellt worden. Um den Zusammenhalt zu fördern, müsse man allerdings auch außermusikalische Aktivtäten anbieten. Börsig warb bei der Musikerfamilie um Ideen und darum, sich als Betreuer einzubringen: »Für unseren Nachwuchs sind somit die besten Voraussetzungen gegeben.«

Ehrungen bei der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau: von links Katrin Huber (10 Jahre), Sven Schmiederer (Acher-Rench-Musikverband), Christine Fischer-Huber (25), Vorsitzender Jörg Müller, Martina Mayer (25), Vorsitzender Markus Konrad, Nicolas Huber (10 Jahre), Vorsitzende Tanja Schwarz

Stadtkapelle präsentierte sich in Bestform

Zeitungsbericht zum Jahreskonzert der Stadtkapelle Oppenau am 29. Januar 2017 um 18:00 Uhr in der Günter Bimmerle-Halle in Oppenau

 

Text: Horst Hoferer

 

Exzellentes Jahreskonzert mit dem Thema „Very British“  

 

Großartige Kompositionen, dargeboten von einer hochmotivierten Stadtkapelle und ergänzt von einer Dudelsackgruppe ließen das Galakonzert der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau am Sonntag in der Günter-Bimmerle-Halle zum Erlebnis werden.

 

In bestechender Form gab die Stadtkapelle Oppenau, von Stephan Börsig auf den Punkt genau vorbereitet, einen musikalischen Eindruck von den zahlreichen Facetten des Leitmotivs »Very british«. Dies bot Willi Keller, der einmal mehr als Moderator glänzte, willkommene Vorlagen für seine ironischen Spitzen, die in der Bezeichnung des Jahreskonzerts als Brexit-Requiem – Messe für die Gehenden in acht Sätzen gipfelten.

 

Die Stadtkapelle überzeugte die Zuhörer zum Auftakt mit Ivanhoe von Bert Appermont. Auf den furiosen Beginn folgte eine Hymne, ehe das Orchester mit raffiniertem Wechsel der Tonarten das Thema zum Höhepunkt trieb. Die Second Suite in F von Gustav Holst, die von traditioneller Volksmusik beeinflusst ist, schloss sich an. Die Suite variiert in Teilen die Melodie Greensleeves. Verdienten Sonderbeifall erhielt Markus Konrad für sein überzeugendes Solospiel auf dem Euphonium bei der Paraphrase on an Irish Song. Die Ausschmückung (Paraphrase) des alten irischen Songs Londonderry Air, der als inoffizielle Nationalhymne der Nordiren gilt und als schmerzhaftes Liebeslied Danny Boy bekannt ist, hat der niederländische Komponist Hugo de Groot gemacht. Meisterlich gespielt Ebenso überzeugend dargeboten folgte die English Folk Song Suite von Ralph Vaughan Williams. An den Marsch »Seventeen Come Sunday« schlossen sich das Intermezzo »My Bonny Boy« und der Marsch »Folk Songs From Somerset« an. Die Musiker verstanden es meisterlich, die verschiedensten Spielarten eines Orchesters wiederzugeben. Nach der Pause ging es mit Pomp and Circumstance No. 1 weiter. Das Werk ist als Trilogie angelegt. Besonders geliebt wird die Hymne »Land of Hope and Glory«. Anschließend konnten sich die Konzertbesucher an der mitreißenden Highland Cathedral erfreuen, die eine deutsche Schöpfung ist. Ulrich Roever und Michael Korb haben die Dudelsackmelodie 1982 für die Highland Games in Deutschland komponiert. Dass sie auch echt zu Ohren kam, dafür hatte die Stadtkapelle zur Überraschung der Gäste die Caverhill Guardians Pipes and Drums aus Schramberg unter Pipemajor Markus Fassbinder engagiert. Die Dudelsackgruppe half begeisternd mit, um hörbar zu machen, warum »Highland Cathedral« so erfolgreich ist. Der Applaus bestätigte dies. Es folgte das rockige Medley Phil Collins live. Die Stadtkapelle spielte vier der großen Hits des Musikers. Der achte Programmtitel God Save the Queen führte zunächst in die Irre. Doch »Queen« stand in Anführungsstrichen, denn es ging nicht um die Königin, die als Double auf der Bühne thronte, sondern um eine der besten Bands Großbritanniens. Viele ihrer Songs sind unvergesslich, wie etwa »We are the Champions«. Die Stadtkapelle erinnerte an diese großartige Band mit weiteren Hits.

 

Das begeisterte Publikum bekam natürlich noch Zugaben, – mit Blick auf den Brexit – die zwei Abschiedslieder Amazing Graze und Auld Lang Syne. Zur Freude des Publikums wurden sie von der Stadtkapelle und den Schramberger Dudelsackpfeifern im Zusammenspiel vorgetragen.

 

Danach hielt es die Zuhörer nicht mehr auf den Stühlen, sie zeigten ihre Begeisterung mit stehendem Applaus.

 

Waltraud Heyder war beeindruckt von den vielen jungen Musikern.

 

Siegfried Wild, früher selbst Stadtkapellen-Musiker fand: »eine ganz neue und grandiose Darstellung eines Jahreskonzertes.

 

Für Dirigent Christoph Müller (Harmonika-Verein Ramsbach) war es ein toller Abend »mit originellen Ideen zu einem sehr guten Programm«.

Die  Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau ein bot unter der Leitung von Stadtkapellmeister Stephan Börsig Mit dem ideenreich dargebotenen Thema „Very British“ ein originelles und nicht alltägliches Jahreskonzert, für das sich Aufwand und Probenarbeit auszahlten.

Die  Schramberger Dudelsackpfeifer-Gruppe bereicherte allein und im Zusammenspiel mit der Stadtkapelle sowohl musikalisch als auch stimmungsmäßig.

Liebe Musikfreunde!

 

Wir, die Musiker der Stadtkapelle Oppenau, laden Euch ganz herzlich zu unserem Jahreskonzert unter dem Motto „Very British“ am Sonntag, den 29. Januar 2017 um 18:00 Uhr in die Günter-Bimmerle-Halle ein.

 

Eintrittskarten sind ab dem 16.01.2017 im Vorverkauf im Verkehrsamt Oppenau oder an der Abendkasse erhältlich.

 

Neben vielen musikalischen Leckerbissen haben wir auch wieder einige andere Überraschungen für Euch! Wir würden uns freuen Euch am Konzertabend begrüßen zu dürfen und verbleiben mit musikalischen Grüßen

 

Eure Stadtkapelle Oppenau

Tanja Schwarz, Rektorin Simone Brandstetter, Markus Konrad, Konrektor Bernd Kuntz, Jörg Müller, Pfarrer Klaus Kimmig

Die Übergabe der Spende aus dem Benefizkonzert in der Kirche der Stadtkapelle Oppenau im Zuge der Vorstellung der neuen Musikeruniform fand am Freitag, 02.12. in der Franz-Rapp-Schule in Oppenau statt. Die 3 Vorsitzenden Tanja Schwarz, Markus Konrad und Jörg Müller konnten nach dem sehr erfolgreichen und sehr gut besuchten Kirchenkonzert die eingenommenen Spenden in Form zweier Schecks übergeben. 750€ konnten Hr. Pfarrer Klaus Kimmig für die Renovierung der katholischen Kirche in Oppenau übergeben werden. Über den gleichen Betrag freut sich die Franz-Rapp-Schule Oppenau, die die Anschaffung von Musikinstrumenten plant.

Uniform klangvoll präsentiert

Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau stimmte mit Kirchenkonzert auf die Adventszeit ein

 

Wunderschöne Melodien ließ die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau am Sonntag beim sehr gut besuchten abendlichen Kirchenkonzert in der Pfarrkirche erklingen. Der Spendenerlös kommt der Kirchenrenovierung zugute, unterstützt wird zudem die Franz-Rapp-Schule bei der Anschaffung von Musikinstrumenten.

»In diesem besonderen Ambiente stellen wir mit Stolz unsere neue Musikeruniform vor.« Vorsitzender Jörg Müller stellte in der Begrüßung die Beweggründe für das Konzert am Sonntagabend in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist heraus: Die Musiker im neuen Zwirn erhoben sich dazu von den gerade eingenommenen Plätzen. Kräftiger Beifall hatte sie bereits beim Einzug ins Gotteshaus begleitet. »Freude und Dank« solle das Konzert zum Ausdruck bringen, so Jörg Müller. Mit den Spenden der Zuhörer werde man die Kirchenrenovierung unterstützen und, nicht ganz uneigennützig, einen weiteren Betrag der Franz-Rapp-Schule zum Kauf von Musikinstrumenten zur Verfügung stellen. Wenn die Musik eine Himmelsleiter ist, wie dann und wann behauptet, erklommen die Musiker unter der Leitung von Stadtkapellmeister Stephan Börsig am Sonntagabend die Sprossen in recht ansehnlicher Höhe. Mit sehr großer Spielfreude und Sicherheit interpretierte die Kapelle die von Stephan Börsig sehr sorgsam ausgewählten Motive. »Lassen Sie sich zur Ruhe kommen, stimmen Sie sich ein auf die Adventszeit«, riet Martina Mayer, die durch das Programm führte und viele interessante Informationen zu den Musikstücken in bestens gewählten Worten beisteuerte. Mit der »New Baroque Suite« des niederländischen Komponisten Henk van Lijnschooten, der unter dem Pseudonym Ted Huggens schrieb, eröffnete die Kapelle das Konzert. Querflöten, Klarinetten und Perkussion widmeten sich ausführlich dem barocken Abschnitt, bis die Takte dann in die Moderne wechselten. »Manche sagen, die Liebe sei..., ich sage, die Liebe ist eine Blume und du bist ihr einziges Samenkorn.« Unschwer zu erkennen, für wen Martina Mayer da den Weg bereitete: Amanda McBrooms Hit »The Rose« verzauberte das Publikum. Blech- und Holzinstrumente zeichneten im Wechsel die Blüte der Rose unfassbar genau nach.

 

Kraftvolle Stimme Klage, Hymne oder Gebet? Das »Halleluja« des kürzlich verstorbenen Leonard Cohen wurde sein berühmtestes Werk. Dem wurden die Musiker um Stadtkapellmeister Stephan Börsig ganz vorbildlich gerecht, wenngleich Orchestermitglied Lena Braun (Querflöte) mit dem Singen dieses Cohen-Liedes die ganze Aufmerksamkeit des Publikums auf sich lenkte. Eine ausdrucksstarke Stimme, Lena Braun durfte sich über einen riesigen Beifall freuen. Der brauste einmal mehr auf bei ihrem zweiten Auftritt zusammen mit dem Orchester: »Gabriella’s Song« aus dem schwedischen Kinofilm »Wie im Himmel«. Mitreißend die Akteure an den Instrumenten, mitreißend erneut Lena Braun, diesmal wie sie Gabriellas neu gewonnene Selbstbestimmung und Lebensglück kraftvoll und authentisch besang. Da rang selbst Moderatorin Martina Mayer um Worte als sie ihre Sitznachbarin im QuerflötenRegister spontan adelte: »Unsere Lena ist so ein Talent, wir sind sehr stolz auf dich.« Solist Markus Konrad In »You raise me up«, dem aus Norwegen stammenden Song mit Kult-Status, führte Solist Markus Konrad (Tenorhorn) mit glänzender Sicherheit an das Thema heran, alle anderen Register mitsamt Schlagzeug erstrahlten schließlich gemeinsam in einer wunderschönen Harmonie. Dann ein weiteres Mal Ted Huggens, diesmal mit »Choral and Rock Out«. Wieder verstand es die Kapelle im Sinne des Komponisten vortrefflich, eigentlich gegensätzliche Musikrichtungen zu verknüpfen. Mit dem »Abendsegen« (Engelbert Humperdinck) aus der Oper »Hänsel und Gretel« beschlossen Stadtkapellmeister Stephan Börsig und seine Crew ihr beeindruckendes Kirchenkonzert. Mit stehenden Ovationen ehrte das Publikum »seine« Oppenauer Musikerschar und die revanchierte sich mit einem »Schlaflied für aufgeweckte Menschen, die aufnahmebereit sind für einfühlsame Musik«: »Goodnight« von Thomas Doss.

Text: Bernhard Huber

Liebe Musikfreunde!

Wir, die Stadtkapelle Oppenau, laden Euch zu einem ganz besonderen Konzert ein! Im Rahmen eines Benefizkonzertes wollen wir unsere neue „Musikeruniform“ vorstellen, und uns hierbei recht herzlich bei allen Sponsoren für die großzügige Unterstützung bedanken. Als kleines DANKESCHÖN wollen wir Euch mit ganz wundervollen Musikstücken und einer besonderen Atmosphäre eine kleine Freude bereiten. Der Erlös des Konzertes geht zu Gunsten einer sozialen Einrichtung!

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

 

Eure Stadtkapelle Oppenau

Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau unterhielt am 29.05.2016 auf dem Dollenberg / Volkstümlich bis Frank Sinatra

Es war weder ganz gut, aber auch nicht ganz schlecht, das Wetter am Sonntag auf dem Dollenberg. Deshalb hatten sich  die Verantwortlichen noch zwei Stunden vor Beginn der wöchentlichen Musikdarbietung von Kapellen des Acher-Renchtal-Musikverbandes (ARMV) im Atrium des Fünf-Sterne-Hotels noch nicht entschieden, wo das Konzert stattfinden wird. Doch die ersten Regentropfen fielen bald und damit auch die Entscheidung. Das Konzert fand im Eingangsbereich des Hotels statt. In Windeseile wurden Sitzgelegenheiten geschaffen, sowohl für die Musiker der Stadt- und  Kirchspielskapelle Oppenau als auch für die zahlreichen Besucher, die zum Konzert gekommen waren.

 

Dollenberg-Patron Meinrad Schmiederer und der ARMV-Präsident Klaus-Peter Mungenast grüßten die Gäste, darunter vor allem wegen des französischen Muttertages zahlreiche Zuhörer aus dem Elsass. Seit neun Jahren treffen sich die Musiker in den Monaten Mai bis Oktober jeden Sonntag auf dem Dollenberg, um Gästen und Wanderern, vor allem aber Urlaubern die heimische Blasmusik näher zu bringen. Eine Erfolgsstory, die ihresgleichen suche, betonten Schmiederer und  Mungenast unisono. Schmiederer hatte nicht zuviel versprochen, als er die Musiker aus Oppenau als eine der besten Kapellen der Region bezeichnete. Gerade die Mischung der Stücke, die Dirigent Stephan Börsig ausgewählt hatte, begeisterte. Es war vieles zu hören, von den volkstümlichen Melodien bis zu Frank Sinatra.

 

Die Musiker begannen mit "Mein Tirolerland" von Sepp Tanzer, dann hatte die Kapelle "Sinatra in Konzert" auf dem Programm, spielte nach einem Walzer ein Potpourri schönster Melodien von Simon and Garfunkel. Nach "Pur in Concert" ging es mit volkstümlichen Melodien wie "Kameraden für immer" oder der "Komtauer Polka" dem Ende des einstündigen Konzerts entgegen. Anhaltender Beifall forderte Zugaben, die Musiker ließen sich nicht lange bitten und entsprachen dem Wusch der zahlreichen Zuhörer.

Mitgliederversammlung wählt neues Vorstandsteam

Das neue Vorstandsteam der Stadtkapelle (von links nach rechts):

Markus Konrad, Stephan Börsig, Tanja Schwarz, Jörg Müller, Wolfgang Groth, Franz Käshammer, Martina Mayer, Manuela Erlach, Nicole Mischke, Markus Schmiederer, Stefano Nalesini, Matthias Fischer.

Außen rechts: Bürgermeister Thomas Grieser

Christian Steger verlässt nach 16 Jahren den Vorstand

Musiker verabschiedeten Christian Steger feierlich

In der Hauptversammlung der Stadtkapelle Oppenau wurde der bisherige Vorsitzende Christian Steger nach 16 Jahren Mitgliedschaft im Vorstand in würdiger Weise verabschiedet. Aus der Dankrede von Jörg Müller ging deutlich hervor, was Steger für die Stadtkapelle geleistet hat. 1980 war er als junger Musiker in diese eingetreten und war sehr schnell ein bekannter Trompeter und Flü- gelhornist, und hinzu kam dann noch das Tubaspiel. Die Karriere im Vorstand begann im Jahr 2000 als Beisitzer, und vier Jahre später wurde er zweiter Vorsitzender. Seit 2008 übte er mit gro- ßem Engagement das Amt als Vorsitzender aus. »Die Kapelle hat in Deiner Zeit große Erfolge und ein exzellentes Ansehen errungen«, unterstrich Jörg Müller. Er erinnerte an die Bewirtung bei den BaWü-Airgames, was fürden Verein eine gute Einnahmequelle und für die Stadt Oppenau ein super durchorganisiertes Aushängeschild gewesen sei. Als Nachfolger der BaWü wurde unter Stegers Federführung 2011 das Oppenauer Musikerherbstfest aus der Taufe gehoben. Im musikalischen Bereich führte er die Bläserklasse in Kooperation mit der Schule ein. Unvergessen sind auch die maßgeblich von Steger organisierten Ausflüge. Als ganz großen Coup, der Steger zusammen mit Markus Konrad gelang, bezeichnete Müller die Schaffung des Probelokals im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma André, das seinesgleichen suche. Der Probesaal sei ein Meisterstück, hob Bürgermeister Thomas Grieser hervor, der dem scheidenden Vorsitzenden ebenfalls für seinen Einsatz und das gute Zusammenarbeiten sein Lob aussprach.

Text: Horst Hoferer

Emotionen schwangen mit, als das frisch gewählte Leitungstrio Tanja Schwarz, Markus Konrad (von links) und Jörg Müller (rechts) den bisherigen Vorsitzenden Christian Steger verabschiedete und ihn zusammen mit seiner Ehefrau Andrea zu einer Segway-Tour einlud.

Ehrennadel für Markus Groth

Saxofonist seit 40 Jahren in der Stadtkapelle aktiv

Für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau wurde Markus Groth geehrt. Markus Groth machte sich in dieser Zeit als Saxofonist einen Namen.

In der Hauptversammlung der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau konnte das Führungstrio eine Reihe von Mitgliedern ehren. Markus Konrad zeichnete im Namen des Vereins Markus Groth mit der Ehrennadel für 40-jährige Aktivität aus. Zunächst war er Mitglied in der Jugendkapelle, und seit 1978 spielt er in der Stadtkapelle. Hier habe es sich bald gezeigt, dass er ein hervorragender Saxofonist sei, hob Konrad hervor. Er erinnerte an viele gemeinsame Erlebnisse und Erfolge, darunter vor allem das Weltmusikfestival 1985 in Kerkrade, als die Oppenauer Musiker mit einer Goldmedaille belohnt wurden. Karl Bühler überbrachte die Glückwünsche zum Jubiläum namens des Acher-Renchtal-Musikverbandes und zeichnete Groth mit der goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände aus. 

 

Passive Mitglieder geehrt

Jörg Müller, der die Ehrung der passiven Mitglieder übernahm, nannte es sehr erfreulich, dass er gleich 28 Personen für ihre 50-jährige Treue zum Verein ehren könne. Er dankte ihnen für ihre fördernde Mitgliedschaft, die vor allem der Ausbildung des Nachwuchses zugute kommt, mit Ehrenurkunde und Geschenk.

Die »goldenen« passiven Mitglieder sind: Jörg Braun, Willi Erdrich, Ulrich Ernstberger, Hans Flüge, Rosa Germann, Eugen Hättig, Albrecht Hertwig, Fritz Hofer, Dieter Hoferer, Gerd Hoferer, Hermann Holl, Franz Huber, Georg Huber, Ida Huber, Joseph Huber, Josef Huber, Manfred Huber, Klaus-Jürgen Kammler, Stefanie Lautenbach, Dorothea Maier, Lydia Meier, Karl Oberle, Roswitha Schopferer, Karl Josef Schuhmacher, Annemarie Würfel, Hansfrieder Gros, Josef Baumann und Annemarie Tripp.

Text: Horst Hoferer

Markus Groth (Mitte) wurde für seine 40-jährige Mitgliedschaft als Saxofonist in der Stadt- und Kirchspielskapelle geehrt (von links) Karl Bühler (Acher-Renchtal-Musikverband), Jörg Müller, Markus Konrad und Tanja Schwarz.

Galakonzert der Stadtkapelle am 17.01.2016 450 Zuhörer feierten ihre Stadtkapelle

Das Galakonzert der Stadtkapelle bescherte dem Publikum eine musikalische Reise um die Welt /Fernweh mit Blasinstrumenten erzeugt.

Bei ihrem Jahreskonzert, das am Sonntag in der vollbesetzten Günter-Bimmerle-Halle stattfand, wurde die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau den hohen Erwartungen mehr als gerecht. Die 450 Zuhörer feierten das Blasorchester immer wieder enthusiastisch.

Ein großartiges, mit anspruchsvollen Werken gespicktes Programm, das durchweg Neueinstudierungen enthielt, bot die Stadtkapelle bei ihrem Jahreskonzert. Der Bezeichnung »Gala« wurde es mehr als gerecht. Stadtkapellmeister Stephan Börsig hatte seine Crew für diese musikalische Weltreise unter dem Thema »Fernweh« hochmotiviert und bestens vorbereitet. Abgestimmt darauf waren auch die Dekorationen im Eingangsbereich und in der Halle. Für die gesprochene Würze sorgte in bestechender Form Willi Keller als Moderator, der als Bordsprecher der »Town-Band-Airlines« die Fluggäste in der GroßraumMaschine informierte und bestens unterhielt. Erstes »Ziel« war Nordeuropa, wo die Bordkapelle mit »Finlandia« von Jean Sibelius gleich in imposanter Weise ihr Können offenbarte. In Österreich schloss sich der »Kaiserwalzer«, der zu Recht eines der bekanntesten Werke von Johann Strauß geworden ist, an. Danach wurden die Zuhörer in die Karibik nach Kuba »geflogen«, wo sie sich von Robert Sheldons hitziger Komposition »Danzas Cubanas« mit Conga-, Salsa- und Mambo-Rhythmen mitreißen ließen. Ein Kontrast dazu war der Flug über Paris, wo Flugkapitän Börsig sein Orchester mit »The Hunchback (Glöckner) of Notre Dame« von Alan Menken die Geschichte von Quasimodo, der sich in die Zigeunerin Esmeralda verliebt, musikalisch nacherzählen ließ. Hoch über den Wolken schloss sich der Blue-Sky-Marsch des japanischen Komponisten Tohko Takagi an.

Nach längerem Schweben über Nordamerika ging es in den Sinkflug, um ein berühmtes Wandbild an den Steilküsten am Mississippi zu betrachten. Dargestellt ist eine indianische Legende von Piasa, einem großen, seltsamen und furchterregenden Vogel, für den Robert Sheldon mit »Flight of the Piasa« ein Denkmal komponiert hat, großartig von der Stadtkapelle wiedergegeben. Mit Sheldon ging es auch weiter nach Florida, wo den Zuhörern mit viel Einsatz die musikalische Collage »Iberian Escapades« beschert wurde, die im Flamencostil beginnt und zum Schluss aggressive und energische Akzente setzt. Einfühlsam umgesetzt wurden von den Musikern ebenso die Empfindungen der Schriftstellerin Tanja Blixen, die in der Musik von John Barry zum Film »Jenseits von Afrika« verdichtet wurden. Mit dem, was die Bordkapelle dann auf dem Rückflug nach Europa, als man die Schweiz überflog, präsentierte, war der humorige Clou des Abends. Im Programm stand zwar »Alptraum« von Franz Schüssele, doch die Interpreten Ruedi, Köbi und Ueli des »Alphornchörli Edelweiß« entpuppten sich erst mit der Zeit als Bläser der Stadtkapelle, in deren Spiel, wie Willi Keller angekündigt hatte, sich dann und wann »ein verrückter Akkordeonist« aus Ramsbach quetschte. Der erheiterte Beifall des Publikums war ihnen sowie auch dem gesamten Orchester sicher. Zackig wurden die Darbietungen der Stadtkapelle am Schluss. Denn nach dem »Yorkscher Marsch«, einem der bedeutendsten Militärmärsche Deutschlands, von Ludwig van Beethoven, erklangen noch zwei weitere flotte Stücke. Beim nicht vorgesehenen Zwischenstopp in Florenz der »Florentiner Marsch« und auf deutschem Boden abschließend der »Torgauer Marsch«.

Text: Horst Hoferer

Solisten der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau:

Kaiserwalzer: Gudrun Nock (Flöte), Christine Huber und Stefan Huber (Horn),         Markus Konrad (Bariton);
Danzas Cubanas: Wolfgang Groth (Trompete), Markus Schmiederer (Posaune), Thomas Strauß (E-Piano);
The Hunchback of Notre Dame: Nicolas Huber und Wolfgang Groth (Trompete); Flight of the Piasa: Inge Lourang (Oboe), Amelie Panter (Saxophon), Markus Konrad (Tenorhorn), Christina Vogelmann (Pauke);
Iberian Escapades: Amelie Panter (Saxophon);
Alptraum: Christian Steger, Markus Konrad und Reiner Haas (Alphorn), Christoph Müller (Akkordeon)

Stimmen zum Konzert der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau:

Gerdi Grieser: Der Abend war ein Highlight mit einem sehr vielseitigen und konzertanten Programm und mit gut vorbereiteten Solisten.

Walter Treier: Ich bin begeistert von dem Klangvolumen der Kapelle. Sie überzeugte mit einem kontrastreichen Programm. Es war ein Genuss vom Kaiserwalzer bis zum Militärmarsch.

Erika Schulz: Das heutige Konzert war etwas ganz Besonderes. Es war sehr schön. Ich bin ganz begeistert.

Jahreskonzert 2016

 

Das Jahreskonzert der Stadtkapelle Oppenau findet am Sonntag, den 17.01.2016 um 18:00 Uhr in der Günter-Bimmerle-Halle in Oppenau statt.

 

Leitung: Stadtkapellmeister Stephan Börsig

Moderation: Willi Keller

 

Eintritt: Vorverkauf 8,50 €, Abendkasse: 10,00 €

 

Vorverkauf ab 04.01.2016 im Verkehrsamt Oppenau

 

Die Proben für das Jahreskonzert laufen auf Hochtouren.

Seit November finden wöchentlich mindestens zwei Proben statt.

Stadtkapellmeister Stephan Börisg hat unter dem Motto

"Fernweh - ein musikalische Reise mit der Stadtkapelle Oppenau"

ein anspruchsvolles Progarmm zusammengestellt.

 

Das Programm:

  1. Finlandia                                                                    Jean Sibelius
  2. Kaiserwalzer                                                              Johann Strauss
  3. Danzas Cubanas                                                      Robert Sheldon
  4. The Hunchback of Notre Dame                               Alan Menken
  5. Blue Sky Marsch                                                      Tohko Takagi

P A U S E

  1. Flight of the Piasa                                                     Robert Sheldon
  2. Out of Africa                                                             John Barry
  3. Iberian Escapades                                                    Robert Sheldon
  4. Alptraum                                                                   Franz Schüssele
    “Alphornchörli – Edelweiß”
    Solisten: Ruedi, Köbi, Ueli
  5. Yorckscher Marsch                                                  Ludwig van Beethoven

Stadtkapelle begeisterte die Zuhörer im Schlosspark

11.06.2015

 

Zwei Premieren an einem Abend
Einen großen Erfolg feierte die Stadt- uns Kirchspielskapelle Oppenau am Donnerstagabend bei ihrer diesjährigen Eröffnung der Kurkonzertsaison, die erstmals im Schlosspark „Baron von Oppenau“ stattfand. Dass die Premiere nicht nur bei Feriengästen, sondern auch bei der heimischen Bevölkerung auf Interesse stieß, zeigte der tolle, überdurchschnittliche Besuch. Alles stimmte, das Ambiente ebenso wie die sommerliche Abendstimmung, und für die Krönung sorgten die Musiker unter Leitung von Stadtkapellemeister Stephan Börsig selbst mit ihrem ansprechenden, dem Schlossgarten angemessenen Programm, das eine Reihe von Neueinstudierungen aufwies und durch das in charmanter Weise Martina Mayer führte. Mit dem Marsch „Bozner Bergsteiger“ wurde die Melodienfolge eröffnet, die mit dem mitreißenden Sound  von Glenn Miller dann gleich volle Fahrt aufnahm. Dabei konnten sich das Saxofonregister und die beiden "Klarinetten" Tanja Schwarz und Bianca Müller in besonderer Weise in Szene setzen. Hierauf begab sich die Stadtkapelle musikalisch in das „New York 1927“, um das Treiben der Metropole mit Swing, Bebop, Free Jazz, Ragtime und Blues lebendig zu machen. Überzeugend interpretiert wurde auch die Tondichtung „Eiger“, bei der die Zuhörer die Ersteigung und die Gipfelaussicht des bekannten Schweizer Berges, nachvollziehen konnten, wobei dramatische und idyllische Passagen wechselten. Rasant präsentiert wurde danach der „Posaunen Express“ mit den Solisten Markus Schmiederer, Jochen Müller, Jan  Bruder und Simon Huber.
Nun konnte Martina Mayer eine weitere Premiere ansagen: den ersten Auftritt einer Gesangssolistin aus den Reihen der Stadtkapelle selbst. Dies war die junge Lena Braun, die anstelle der Flöte ihre sonore Stimme erklingen ließ. Begleitet von der Kapelle sorgte sie mit „Let me Entertain You“, einem Medley von  Liedern des Komponisten Robbie Williams, für ein besonderes Highlight an diesem Konzertabend, wofür sie nicht nur vom Publikum, sondern auch von der Stadtkapelle gefeiert wurde. Diese ließ danach mit  „Tropicana“  bekannte lateinamerikanische Melodien und mit dem schon länger nicht mehr gehörten Marsch „Gruß an Oppenau“  sowie dem „Erzherzog-Albrecht-Marsch“ die begeisternde Veranstaltung ausklingen. Vorsitzender Christian Steger hatte zuvor unter dem Beifall der Besucher dem Hausherrn Günter Bimmerle gedankt, dass man das Saisoneröffnungskonzert in diesem schönen Rahmen  veranstalten durfte. Es sei nicht selbstverständlich, dass eine Musikkapelle in einem so wunderbaren privaten Park aufspielen dürfe.
Text und Fotos: Horst Hoferer

Beim Saisoneröffnungskonzert im Park des Oppenauer Schlösschens erklang auch der„Posaunen-Express“
Der Auftritt von Lena Braun war der erste überhaupt einer Gesangssolistin aus den eigenen Reihen der Stadtkapelle

Prüfung zum Leistungsabzeichen bestanden

Im Rahmen des Schlossgartenkonzerts ehrte Vorsitzender Christian Steger die fünf Musikerinnen und Musiker Anja Haas, lsabell  Erdrich ((beide Klarinette), Alena Huber (Querflöte), Nico Bruder (Saxofon) und Patrick Kimmig (Tenorhorn) „für eine besondere Leistung“, wie er sagte. Seit einem halben Jahr hätten sie zu den üblichen Proben und Auftritten viel gelernt und gepaukt, und dabei viel Zeit geopfert, um sich musikalisch weiter zu bilden und auf Leistungsprüfung vorzubereiten, bei der vor allem Musiklehre, Gehörbildung und Rhythmus gefragt waren. „Die Mühe hat sich gelohnt, denn alle fünf haben mit hervorragenden Ergebnissen die Prüfung bestanden“, unterstrich Steger. Unter dem Beifall der Besucher überreichte er den jungen Musikern die Urkunde und das silberne Leistungsabzeichen des Bundes Deutscher Blasmusikverbände. Von seiten des Vereins fügte er noch einen  Gutschein für einen Erlebnistag im Europapark hinzu.

Text: Horst Hoferer

Foto: Horst Hoferer
Vorsitzender Christian Steger (links) und Stadtkapellmeister Stephan
Börsig (rechts) freuten sich mit (von links) Patrick Kimmig, Alena Huber, Nico Bruder und Anja Haas über das Leistungsabzeichen in Silber. Nicht auf dem Bild ist Isabell Erdrich.

Jahresausflug führte die Stadtkapelle Oppenau nach Südtirol

14.-17.05.2015

 

Die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau verbrachte bei ihrem Jahresausflug Mai vier Tage in Niederrasen in Südtirol verbracht.  Die Anreise erfolgte über Bodensee, Imst und den Brenner. Am ersten Abend, Donnerstag,  verbrachte die Kapelle einen geselligen Abend in Niederrasen. Am Freitag wurde morgens Brunnek besichtigt. Nachmittags ging es mit dem Bus nach Antholz ins Biathlon-Stadion. Hier hatten wir vom Biathlon-Vizepräsident  eine sehr informative Führung durch die komplette Anlage. Danach ging es direkt ins Stadion, hier konnten die Mitglieder der Stadtkapelle erste Kontakte mit dem Schießstand machen. Nach einer genauen Einführung wurden erste Probeschüsse durchgeführt. Danach wurden fünf Gruppen mit je sieben Musikern gebildet. Bei dem darauf folgenden Biathlon- Gaudi mussten alle Teilnehmer zweimal eine 250 Meter lange Strecke abrennen und danach fünf Schüsse auf die Zielscheibe abgeben. Das war nicht einfach - Original Wettkampfbedingungen! Trotzdem hat die Stadtkapelle es geschafft die Plätze 1-5 zu belegen. Ein herausragendes Ergebnis. Nach einer ausgiebigen Siegerehrung verbrachte die Kapelle einen tollen Abend in der urigen Biathlonkneipe, wo bei zünftiger einheimischer Musik Südtiroler Spezialitäten aufgetischt wurden. Am Samstag teilte sich die Gruppe dann auf zu einer sechsstündigen Wanderung auf den Lutterkopf und zu einer sehr informativen und interessanten Dolomitenrundfahrt. Am Sonntag ging die HeimreHeimeise wieder via Bodensee nach Oppenau.
Text: Horst Hoferer

Foto: Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau

20.3.15
 
Stadtkapelle hatte viele Termine
Freude über das neue Vereinslokal

 
Bilanz über das vergangene Jahr zog die Stadt- und Kirchspielskapelle bei der Jahreshauptversammlung am Mittwoch im Gasthaus „Bierhäusle“
Von Horst Hoferer
Oppenau. Die von Musikstücken begleitete Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle begann mit dem Gedenken an die 11 im Berichtsjahr 2014 verstorbenen Mitglieder, denen zu Ehren das Lied „Der gute Kamerad“ erklang. Den ausführlichen Tätigkeitsbericht erstatte Schriftführer Jörg Müller. Über 74 Mal waren die Aktiven in Sachen Musik unterwegs gewesen, zu den zahlreichen Proben kamen 27 Auftritte. Höhepunkte im Vereinsleben waren vor allem  das Galakonzert im Januar  und die mit einem „Tag der offenen Tür“ verbundene Einweihung des neuen Probelokals am 4. Mai. Hinzu kamen der Besuch bei den Musikfreunden Ketsch und das dritte Musiker-Herbstfest.  Allgemeine Aufgaben waren musikalische Auftritte beim Bürgerempfang, am Maifeiertag, am Volkstrauertag, an Heiligabend, bei kirchlichen Anlässen und bei vier Kurkonzerten, darunter je eines auf dem Adlerplatz und in Allerheiligen. Präsent waren die Musiker auch bei kirchlichen Festen und Veranstaltungen anderer Vereine und Institutionen, so an Fasent, beim Pfarrfest und beim Stadtfest. Hinzu kam eine Reihe von Ständchen zu Geburtstagen und Ehejubiläen.  Zum Thema Proben teilte der Schriftführer mit, dass 47 Gesamtproben angesetzt waren, zu denen noch etliche Spezial-  und Registerproben kamen. Der Besuch bei den Gesamtsproben lag bei 73%, was einer Verbesserung um 2% entspricht. Fünf Musiker haben nie oder höchstens dreimal gefehlt.
Auch der von Tanja Schwarz vorgelegte Kassenbericht spiegelte das rege Leben des Musikvereins wider. Auf der Ausgabenseite waren als größte Posten die restliche Investition für das Probelokal  sowie die Nachwuchsarbeit, die im letzten Jahr mit 8.000 Euro  unterstützt wurde, verzeichnet. Bürgermeister Thomas Grieser, der die Entlastung des Vorstands vornahm, freute sich für die Stadtkapelle, dass das Probelokal nun fertiggestellt ist und sprach seine  Anerkennung für die in großem Maße geleistete Eigenarbeit der Musiker aus. Die Stadt habe dies mit ihrer Hilfe zur Selbsthilfe gerne unterstützt, hob Grieser hervor.
Vorgestellt wurde der Versammlung durch den Vorsitzenden Christian Steger der Terminplan für dieses Jahr, das mit der Umrahmung der Bürgerversammlung und dem Galakonzert im Januar begann.  Zu den musikalischen Höhepunkten des Jahresprogramms gehören unter anderem auch vier Konzerte, darunter das Adlerplatzkonzert am 11. Juni und erneut eine Matinee (11 Uhr) in Allerheiligen am Sonntag, dem 12. Juli, ein Stadtgartenkonzert der Jugendkapelle am 30. Juli, und das Saisonabschlusskonzert am 17. September
 
Vereins-Info
Die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau ist der älteste Verein des Luftkurorts. Gründungsjahr: 1799
Vorsitzender: Christian Steger (seit 2008)
Dirigent: Stadtkapellmeister Stephan Börsig (seit 1998)
Musiker: 55, Durchschnittsalter 30Jahre
Nachwuchsarbeit: 50 Jugendliche in Ausbildung, davon 16 in der Musikklasse
Passive Mitglieder: 266
Ehrenmitglieder: 11
Homepage: www.stadtkapelle-oppenau.de<http://www.stadtkapelle-oppenau.de/>.
 
 
Ehrung langjähriger Musiker
Oppenau (h). Ein Höhepunkt bei der Jahreshauptversammlung der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau war die Auszeichnung langjährige Mitglieder, wobei es eine „Premiere“ gab. Denn mit Bianca und Jörg Müller konnte  Vorsitzender Christian Steger erstmals ein Ehepaar gemeinsam für 25-jährige aktive Musikertätigkeit ehren.
Bianca, die Klarinette spielt,  trat 1990 in den Musikverein Bad Griesbach ein. Nach 12 Jahren verlegte sie ihren Wohnsitz nach Oppenau, wo sie dann in die Stadtkapelle eintrat und in der sie 2004-2008 in der Vorstandschaft als Notenwart tätig war.  Hier lernte sie ihren Ehemann Jörg Müller kennen, mit dem sie seit 2007 verheiratet ist. Jörg, heute Erster Trompeter des Blasorchesters, begann 1990 in seine Trompetenausbildung. Seit 2002 ist er in der Vereinsführung tätig, von 2002 bis 2010 zunächst als Beisitzer der Aktiven im Vorstand und seit 2010 als Schriftführer. Er sei ein absolutes Musterbeispiel im Vereinsleben. Egal welche Arbeiten anstünden, auf Jörg Müller könne man sich hundertprozentig verlassen, betonte Steger in seiner Laudatio. Mit herzlichen Worten gratulierte der Vorsitzende dem Ehepaar Müller zum 25 jährigen Jubiläum als Musikerin und Musiker der Stadtkapelle Oppenau und übergab ein Geschenk namens der Stadtkapelle. Die Silberne Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände überreichte Sven Schmiederer,  Vorstandsmitglied fes Acher-Renchtal-Musikverbandes.
 
Mit der silbernen Ehrennadel des Vereins wurden die jungen Aktiven Lena Braun, Lisa Konrad und Simon Huber, die seit 10 Jahren in der Kapelle spielen geehrt.
Außerdem gab Vorsitzender Steger noch bekannt, dass Dora Bruder und Frau Martha Wild, die an der Versammlung nicht teilnehmen konnten,  seit 50 Jahren passives Mitglied in der Stadtkapelle Oppenau sind. In Abwesenheit dankte er ihnen für die jahrelange Treue und Unterstützung.
Foto: Horst Hoferer

Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle: Das Foto zeigt in der vorderen Reihe  (vorne von links) Lisa Konrad, das „silberne“ Musiker-Ehepaar Bianca und Jörg Müller und Lena Braun sowie hinten (von links) Sven Schmiederer vom Musikverband,  Simon Huber und Vorsitzender Christian Steger.

Probenbesucher geehrt: 47 Gesamtproben verzeichnete die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau im vergangen Jahr. Der Probenbesuch lag bei 73 %. Mit einem Präsent ehrte Vorsitzender Christian Steger (rechts)  im Rahmen der Jahreshauptversammlung  die fleißigsten Probenbesucher, die nicht mehr als dreimal fehlten (von links): Christina Vogelmann (2Fehlproben), Xaver Birk (1), Jochen Müller (3) und Manuela Erlach (2). Nicht auf dem Foto ist Stephan Börsig, der immer anwesend war.
Foto: Horst Hoferer

Stadtkapelle glänzte beim Galakonzert

25.01.15

 

In ein Klangraumschiff verwandelte sich am Sonntagabend die mit nahezu 500 Besuchern vollbesetzte Günter-Bimmerle-Halle beim Jahreskonzert der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau. „Eine Reise durch die Zeit“ begleiteten auch Mezzosopranistin Uta Buchmeister sowie Willi Keller der mit seiner humorvollen, spritzigen Moderation den Abend zusätzlich würzte.

 

Oppenau (h). Ein großartiges Programm bot die Stadtkapelle bei ihrem Jahreskonzert, das der Bezeichnung „Gala“ mehr als gerecht wurde. Ein Kompliment gilt vorab Stadtkapellmeister Stephan Börsig, der für die mit anspruchsvollen Werken gespickte Reise seine Musiker begeistert und bestens vorbereitet hatte. Gestartet wurde die Zeitreise im 16. Jahrhundert mit der für Flöten geschrieben „Tanzsuite“ von Tylman Susato. Börsig hatte sie für die Stadtkapelle bearbeitet, und diese gab den ausgeprägten Tanzrhythmus attraktiv weiter an die entzückten Zuhörer. Nächste Station war London im Jahr 1749, wo die „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel schon bei der Probe unter freiem Himmel 12.000 Menschen begeisterte. Weiter ging es ins heutige Tschechien im 19. Jahrhundert, zu Antonin Dvorak, dessen „Festlicher Marsch“ auch heute noch mit seiner ins Ohr gehende Melodik gefällt. Danach folgte eine ganz und gar nicht alltägliche Darbietung eines Blasorchesters. Diesem besonderen Höhepunkt des Abends lag das Gedicht „Stufen“ zugrunde, das Hermann Hesse 1941 nach langer Krankheit geschrieben hat und das dazu auffordert, immer wieder einen Neubeginn zu wagen. Der Komponist Jacob de Haan hat es für Orchester und Mezzosopran vertont. Begleitet von den Musikern interpretierte Uta Buchheister dieses einmalige Gedicht, wofür die preisgekrönte Opernsängerin aus Karlsruhe mit verdientem Sonderbeifall bedacht wurde. 150 Jahr zurück ging es mit „Bonaparte“ von Otto M. Schwarz. Bläser und Schlagzeuger stellten sich  vereint der Herausforderung und gaben in dem 15minütigen Tongemälde die Lebensstationen Napoleons eindrucksvoll wieder.

Die kurze, aber tongewaltige Einstimmung in den zweiten Programmteil bildete „Landscapes von Rossano Galante, dem sich die Komposition „The Seventh Night of July“ von Itaru Sakai anschloss, der eine romantisch-traurige Erzählung aus Japan zugrunde liegt.

Nach diesem Ausflug in die Milchstraße begab sich die Stadtkapelle in das „New York 1927“, um das Treiben der Metropole mit Swing, Bebop, Free Jazz, Ragtime und Blues lebendig zu machen. Die Zwanzigerjahre in Deutschland schlossen sich mit dem Potpourri „Goldene Tonfilmschlager“ an, in dem Willi Löffler 10 Ohrwürmer vom „kleinen Gardeoffizier“ über „Heimat, deine Stern“ bis „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ bearbeitet hat. Unter dem Titel „Tribute to Michael Jackson“ von Naohiro Iwai  erklang zum Schluss des ausgedruckten Programms noch eine Hommage für den  „King of Pop“. Welch großartige Musik dieser geschaffen hat, demonstrierte die Stadtkapelle gekonnt mit Hits wie „I Want You Back“, „Ill Be There“ und „Thriller“. Ehe das laut Willi Keller „akustisch gesteuerte Klangraumschiff“ landen konnte, nutzte Christian Steger als „Erster Offizier“ die Gelegenheit, um all die Personen zu würdigen, die dazu beitrugen, dass das Klangraumschiff an diesem Abend überhaupt abheben konnte. Kapitän Stephan Börsig und seine Bordkapelle revanchierten sich für das Lob und den langanhaltenden Beifall der Mitfahrer ihrerseits mit dem  „Radetzky-Marsch“ von Strauß Vater und zusammen mit Uta Buchheister mit dem Lied „Guten Abend, gute Nacht“ von Brahms.

 

Solisten des Galakonzerts

Das hohe Niveau der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau spiegelte sich auch im solistischen Können der Musiker und Musikerinnen wider:

“Bonaparte“: Jörg Müller, Thomas Neubert (beide Trompete), Inge Lourang (Oboe), Gudrun Nock, Otto Streck, und Siegfried Börsig (alle Flöte).

„The Seventh Night of July“: Amelie Panther (Alt-Saxophon), Jörg Müller (Trompete).

„Goldene Tonfilmschlager“: Bernhard Sutor (Trompete).

„Tribute to Michael Jackson“: Amelie Panther (Alt-Saxophon), Bernhard Sutor (Trompete), Markus Schmiederer (Posaune) und Joel Erdrich (Tenor-Saxophon).

Für einen zusätzlichen Genuss sorgte beim Konzert der Stadtkapelle die Opernsängerin Uta Buchheister (lyrischer Mezzosopran) mit „Stufen“ und dem Abendlied von Brahms.

 

 

Zuhörer-Meinungen

Ulrich Ernstberger (Oppenau): Ein richtig gelungener Abend. Mir hat das Programm gut gefallen, wobei mich der zweite Teil durch die zeitgenössischen Werke noch mehr angesprochen hat.

 

Gudrun Simoneit (Bad Peterstal-Griesbach):  Das Konzert hat mir gut gefallen, insbesondere die Wiedergabe von “Bonaparte“ - ein gewaltiges Werk. Es waren auch viele Stücke dabei, die bei der Jugend ankommen. Das ist erfreulich, denn die Jugend muss man ja halten.

 

Christoph Müller (Dirigent des Harmonika-Vereins Ramsbach): Es war ein anspruchvolles Konzert, von Stephan Börsig hervorragend einstudiert. Die Stadtkapelle bildet einen beeindruckenden Klangkörper.

 

Text und Fotos: Horst Hoferer

Begeisterten Beifall erntete die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau bei ihrem Galakonzert mit fast durchweg neuen Einstudierungen
Uta Buchheister
Die Stadtkapelle Oppenau lädt ein

Die Mitglieder der Bläserklasse und die Jugendkapelle gefielen bei ihrem Unterhaltungskonzert im Stadtpark

Der Musiker-Nachwuchs bestritt das Kurkonzert am 24.07.2014
Rundum frohe und zufriedene Gesichter gab es beim Unterhaltungskonzert zu dem die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau eingeladen hatte. Dank der sommer-lichen Witterung konnte es Musikpavillon im oberen Stadtpark stattfinden, die Bläserklasse gab ein erfreuliches Debüt, die Jugendkapelle überraschte durch ihr Können und – last not least – war der Besuch mit zirka 250 Zuhörern einfach toll. Und: Das begeisterte Publikum konnte sich an diesem Abend davon überzeugen, dass es mit dem Musiker-Nachwuchs hoffnungsvoll bestellt ist.
Zuerst spielte die Bläserklasse unter Leitung von Stephan Börsig einige Stücke. Bemerkenswert daran ist, dass die Kinder ihren ersten Auftritt  hervorragend gemeistert haben. Sie spielen erst seit einem halben Jahr auf ihren Instrumenten. Alle 14 Mädchen und Jungen, bisherige Drittklässler, lernten im Oktober erst einmal die Noten kennen. Danach ging es ans Instrumenten lernen. Jetzt bewiesen sie, dass sie in der Bläserklassenbesetzung schon schöne  Lieder zusammen spielen können. Die Besucher quittierten diese Leistung mit großem und Mut machendem Beifall.
Diesen erntete zu Recht auch die neuformierten Jugendkapelle unter Leitung von Markus Schmiederer. Sie gefielen unter anderem mit „You give love a bad name“,
„The Drunken Sailor“, „Two and a half men“, den Elton-John-Stücken „Circle of life” und “Crocodile Rock” sowie “Smoke on the water” von Deep Purple. Der Wunsch nach einer Zugabe wurde in Form des „Radetzky-Marsches“ von Johann Strauß gerne erfüllt.
Text. Harts Hoferer; Foto: Christian Steger

Spende der Stadtkapelle

Am 3. Mai hatte die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau im Rahmen eines Tags der offenen Tür ihr neues Probelokal im Anton-André-Weg vorgestellt. Man beschloss, einen Teil des Erlöses aus der Bewirtung der Familie Bohnert im Bärenbach 10 zur Verfügung zu stellen, die im Februar ihr Heim durch einen Großbrand verloren hatte. Am Mittwoch machten sich nun die beiden Vorstände Christian Steger und Markus Konrad auf, einen Scheck über 300 Euro zu überbringen. Darüber freute sich die Familie Bohnert sehr und zeigte sich erleichtert, dass nun der Wiederaufbau begonnen hat. .  Das Bild zeigt Christian Steger (hinten von links), Anna Bohnert, Martin und Beate Bohnert mit ihren drei Söhnen (vorne von links) Fabian, Niklas und Simon und bei der Spendenübergabe.

Text und Foto: Horst Hoferer

Matinee-Konzert der Stadtkapelle

Angesichts  des wechselvollen und örtlich sehr unterschiedlichen Wetters hatte die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau am Sonntag, dem 13.07.2014, eine gute Karte gezogen und so konnte das Matinee-Konzert in der Klosterruine Allerheiligen

wie vorgesehen stattfinden. Die Musiker um  Stadtkapellmeister Stephan Börsig wurden nicht nur vom Wetter erfreut, sondern auch vom guten Besuch. Und so erlebten die 180 Zuhörer eine bestens aufgelegte Kapelle. Mit Recht erhielt diese für ihre Darbietungen dankbaren Applaus. Zum Auftakt konnte Moderatorin Martina Mayer den Marsch „Unter dem Doppeladler“ ankündigen, dann folgten „Oregon“, die Polkas „Böhmischer Traum“ und „Ein halbes Jahrhundert“,  die schönsten Melodien der Beatles, „Tropicana“ mit mitreißenden, bekannten Südamerikanische Melodien, „Coffee Variationen“ und ein Medley der bekanntesten Lieder von Udo Jürgens. Schließlich wurden die begeisterten Besucher noch mit zwei Zugaben in Form der beiden Märsche „Bozner Bergsteiger“ und „Erzherzog Albrecht“ belohnt. 

Text: Horst Hoferer, Bild: Stadtkapelle

Südländisches Flair beim Adlerplatz-Konzert

Fünf Monate nach dem großartigen Jahreskonzert gab die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau zur Freude der Musikfreunde wieder ein Glanzkonzert. Diesmal, am Donnerstagabend, dem 03.07.2014, auf dem Adlerplatz mitten im Städtchen. Die Veranstaltung, mit der die Kapelle ihre diesjährigen Kurkonzerte eröffnete, stand unter dem Thema „Südländische Melodien“, zu dem sich die sommerliche Witterung zur Freude der zahlreichen Besucher wunderbar ergänzte. Neben der Musik konnten sie sich nebenbei auch an den Angeboten der benachbarten Gastwirtschaft  erfreuen.

Für das Konzert hatte Stadtkapellmeister Stephan Börsig ein Programm zusammengestellt, das begeisterte. Den Auftakt machten die Musiker mit der schmissigen Italienischen Nationalhymne, dann folgte ein von Walter Tuschla arrangierte Darbietung mit den schönsten Melodien aus Verdi-Opern, darunter der Gefangenenchor aus „Nabucco“ und der Triumphmarsch aus „Aida“. Danach konnte Martina Mayer, welche den Abend moderierte, beliebte und bekannte Melodien unter dem Motto „Bella Italia“ ankündigen, mit deren Darbietung die Kapelle die Zuhörer noch mehr in südländische Stimmung zu versetzen wusste. Sonderbeifall gab es für Jörg Müller für sein Trompetensolo „Il Silenzio“. Unter dem Titel „Caffee“ schlossen sich Variationen vom „Cappuccino“ bis zur „Wiener Melange“, die den jeweiligen Geschmack der europäischen Völkerschaften wiedergaben, an. Mit „Italo Pop“, bei dem italienische Schlageroldies erklangen, ging es weiter. Viel Beifall ernteten die Musiker auch für „Con Fuoco“ (mit Feuer) von Eros Ramazotti und das faszinierende Stück „Der Pate“, bei dem sich Niklas Huber (Trompete), Markus Schmiederer (Posaune) sowie Amelie Panter und Markus Groth (beide Saxofon) solistisch auszeichneten. Mit dem Marsch „Salute Lugano“ wurde dieser norditalienischen Stadt gehuldigt, und mit zwei weiteren, mit großem Beifall aufgenommenen flotten Märschen, „Bozner Bergsteiger“ und „Brucker Lager“, bei dem mitgeklatscht wurde, endete das gefällige Adlerplatzkonzert der Stadtkapelle. Ihren nächsten Auftritt hat sie am Sonntag, dem 13. Juli, mit einem Matinee-Konzert in der Klosterruine Allerheiligen.

Text und Foto: Horst Hoferer

Musiker zeigten ihr Schmuckstück Neues Probelokal der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau eingeweiht /Regionalstiftung spendet

Nur strahlende Gesichter gab es bei der Einweihung des Proberaums der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau. Unser Bild zeigt von links den Präsidenten des Acher-Renchtal-Musikverbands Klaus Mungenast, Sparkassen-Bereichsdirektor Lothar Bächle, Bärgermeister Thomas Grieser, den Stadtkapellen-Vorsitzenden Christian Steger, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Offenburg Ortenau, Karl Bahr, Dirigent Stephan Börsig, Pfarrer Klaus Kimmig und den 2. Vorsitzenden der Stadtkapelle. Markus Konrad.

Foto: Wolfram Brümmer

 

Allen Grund zum Feiern hatte die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau am Sonntag. Sie weihte ihr neues Probelokal in den ehemaligen Räumen der Firma Anton Andre ein. Als Geschenk gab es eine Spende von 25000 Euro von der Regionalstiftung der Sparkasse.

 

Stadtkapellen-Vorsitzender Christian Steger zitierte zur Einweihung des neuen Proberaums Goethe: „Man feiere nur, was glücklich vollendet ist.« Die Oppenauer Musiker konnten feiern, denn die neuen Räumlichkeiten erweisen sich als Schmuckstück mit hervorragenden akustischen Bedingungen. Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Bläserquintett der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau unter der Leitung von Dirigent Stephan Börsig.

Steger ließ die Geschehnisse Revue passieren, die aus einem ehemaligen Bürotrakt im Gebäude der Firma A. Andre-Lacke einen kleinen Konzertsaal werden ließen. Er dank te zunächst der Familie Groß, die das Gebäude an die Stadt verkaufte, sowie Bürgermeister Grieser und den Gemeinderäten. Sie alle hätten dadurch der Kapelle »den Weg in die Zukunft geöffnet«. Eingeschlossen in den Dank waren neben den Sponsoren auch die Mitglieder, die in der Summe rund 2000 Arbeitsstunden in den neuen Proberaum investiert hatten.

Bürgermeister Thomas Grieser schilderte den Ablauf aus seiner Sicht. Nachdem der Rathausaus- und -umbau die Nutzung des alten Rathauses als Vereinshaus zunichte. machte, musste man Alternativen finden. Für die Stadtkapelle sei diese nun realisierte Lösung sicherlich die exzellentere. Durch die beispielhafte Vorgehensweise des Vereinsvorstands sei es gelungen, ideale Voraussetzungen zu schaffen für die Musikarbeit, aber auch für die Nachwuchsförderung.

Karl Bahr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Offenburg/Orte-nau, brachte die ohnehin schon gut gelaunten Anwesenden noch mehr zum Strahlen, als er eine Spende der Regionalstiftung der Sparkasse in Höhe von 25 000 Euro überreichte. Da er selbst in einem Musikverein aktiv war, wie Bahr sagte, könne er sehr gut ermessen, was hier von den Oppenauer Musikern geleistet wurde. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Somit sei die Spende der Regionalstiftung satzungsgemäß richtig und gut angelegt.

Der Präsident des Acher-Renchtal-Musikverbands, Klaus Mungenast, konnte sich dem nur anschließen. Wer immer als Musiker diesen Probenraum sehe, könne nur neidisch werden. Er habe daher Verständnis, dass die Oppenauer Musiker in diesem Jahr nicht am Verbandswettbewerb teilnehmen, weil sie statt ausreichend zu proben handwerklich gearbeitet hätten.

Im Namen der Aktiven dankte Schriftführer Jörg Müller den Vorsitzenden Christian Steger und Markus Konrad für die professionelle Leitung des Projekts und ihren vollen Einsatz bei der Arbeit und die penible Qualitätskontrolle. Pfarrer Klaus Kimmig erbat für den »kostbaren Schatz« Probenraum und für alle Beteiligten Gottes Schutz und Segen. Am Nachmittag zeigten die Aktiven der Stadtkapellen dann den vielen Besuchern aus der Bevölkerung stolz ihre neueste Errungenschaft.

 

CHRONOLOGIE

November 2012: erste Kontakte zwischen der Familie Groß, Bürgermeister Thomas Grieser, den Stadtkapellen-Vorstandsmitgliedern Christian Steger und Markus Konrad und Gemeinderäten. Danach Besichtigungen, Beratungen, Sponsorensuche, Planungen.

März 2013: erste Ausräum- und Abrissmaßnahmen beginnen,

Frühjahr/Sommer 2013: Installations-, Schreiner- und Malerarbeiten,

23. Oktober 2013: erste Probe im neuen Saal,

Winter 2013/2014: Fertigstellung der Infrastruktur, Treppenhaus, Küche, etc.

4. Mai 2014: Feierliche Einweihung mit Festakt.

 

Text: Wolfram Brümmer

Christian Steger bleibt Vorsitzender der Stadt- und Kirchspielskapelle

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau am Mittwoch im Gasthaus "Rebstock" stand turnusgemäß die Neuwahl des Vorstandes. Dabei gab es kaum Veränderungen.
 
Von Horst Hoferer
 
Die von Musikstücken durchwobene und sehr harmonische Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle begann mit dem Gedenken an die 12 im Berichtsjahr 2013 verstorbenen Mitglieder, darunter Ehrenmitglied Otto Streck senior, der 70 Jahre aktiver Musiker gewesen war. Für sie alle erklang das "Lied vom guten Kameraden". Den kurzweiligen Tätigkeitsbericht erstatte Schriftführer Jörg Müller. Über  79 Mal waren die Aktiven in Sachen Musik unterwegs gewesen, zu 44 Gesamtproben kamen noch Spezial-  und Registerproben und 35 Auftritte. Außerdem wurde viel  Eigenarbeit zur Gestaltung des neuen Probelokals geleistet. Höhepunkt der vereinsinternen Veranstaltungen war das Galakonzert im Januar  und der Musik-Kaffe, bei dem der Nachwuchs seinen Leistungsstand in der vollbesetzten Stadthalle präsentierte. Allgemeine Aufgaben waren musikalische Auftritte beim Bürgerempfang, am Maifeiertag, am Volkstrauertag, an Heiligabend, bei kirchlichen Anlässen und bei Kurkonzerten, darunter je eines auf dem Adlerplatz und in Allerheiligen. Präsent waren die Musiker auch bei Festen und Veranstaltungen anderer Vereine und Institutionen, so an Fasent, beim Pfarrfest und beim Stadtfest. Hinzu kamen eine Reihe von Ständchen zu Geburtstagen und Ehejubiläen. Müller berichtete ferner über die Kooperation Schule-Stadtkapelle und die Gründung einer Musikerklasse die von Stadtkapellmeister Stephan Börsig unterrichtet wird. Die Regionalstiftung der Sparkasse unterstützte das Projekt mit über 8000 Euro für den Kauf von kindgerechten Instrumenten. Der von Tanja Schwarz vorgelegte Kassenbericht spiegelte auch finanziell das rege Leben des Musikvereins wider. Mit 8.700 Euro  unterstützt er die Nachwuchsarbeit, und für das neue Probelokal wurden 30.000 Euro an Materialkosten aufgebracht. 
 
Stephan Börsig sprach in seinem Bericht die nicht immer leichte Umsetzung der anspruchsvollen Konzertprogramme an. Aber die Mühe lohne sich, sagte er, denn vom Publikum würden sie gewürdigt. Dass man den richtigen Weg eingeschlagen habe, habe auch das Jahreskonzert im Januar bestätigt. Bürgermeister-Stellvertreter Jörg Peter, der die Grüße des erkrankten Bürgermeisters Thomas Grieser überbrachte, würdigte namens des Gemeinderates den Einsatz und das Zusammenstehen der Musiker im letzten Jahr. Er freue sich, versicherte er, dass die Stadt das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma André, in dem sich nun das Probelokal befinde, kaufen konnte. Die vom Gemeinderat beschlossene Erhöhung der Jugendförderung um 50 % ab 2015 nannte er ein Zeichen dafür, dass die Gemeinde die ehrenamtliche Arbeit der Vereine unterstützt.
 
Nach der Entlastung hatte Peter als Wahlleiter  eine leicht Aufgabe, denn dank der beispielhaften Vorarbeit des bisherigen Vorstandes konnten die Wahlen en Block und per Akklamation durchgeführt werden. Nicht mehr als Beisitzer kandidierten Gudrun Nock und Ellen Jülg als Vertreter der aktiven sowie Willi Erdrich der passiven Mitglieder.   
 
Vorstandswahlen: In der Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle Oppenau wurde Christian Steger für zwei weitere Jahre als Vorsitzender wieder gewählt. Bestätigt wurden auch "Vize" Markus Konrad, Schriftführer Jörg Müller und Kassiererin Tanja Schwarz sowie als Beisitzer Jugendleiter Stefan Huber, Notenwart Markus Schmiederer, Internetbeauftragter Wolfgang Groth und Kleiderwartin Manuela Erlach. Nicole Mischke wird künftig die Jugendarbeit unterstützen, und Lena Braun ist jetzt die Ansprechpartnerin der Jugend. Wiedergewählt wurde auch Martin Springmann, der die passiven Mitglieder zusammen mit Franz Käshammer vertritt. 
Foto: Horst Hoferer
 
Bei der Jahreshauptversammlung der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau wurde die Vorstandschaft turnusgemäß neu gewählt. Die Aufnahme zeigt ( von links) Vorsitzender Christian Steger, Manuela Erlach, Markus Schmiederer, Jörg Müller, Franz Käshammer, Nicole Mischke, Stephan Börsig, Stefan Huber, Lena Braun, Wolfgang Groth, Tanja Schwarz, Martin Springmann und Markus Konrad
Probenbesucher geehrt: 44 Gesamtproben verzeichnete die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau im vergangen Jahr. Der Probenbesuch lag wie im Vorjahr bei 71 %. Mit einem Präsent ehrte Vorsitzender Christian Steger im Rahmen der Jahreshauptversammlung  die fleißigsten Probenbesucher (von links): Reiner Haas (1 Fehlprobe),  Xaver Birk (2), Stephan Börsig (1), Alexander Huber (2). 
 
Foto: Horst Hoferer
Martin Springmann zum Ehrenmitglied der Stadtkapelle ernannt
 
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Stadt- und Kirchspielkapelle Oppenau konnte Vorsitzender Christian Steger unter dem Beifall der Versammlung mehrere Ehrungen vornehmen. Die hochrangigste war die Ernennung von Martin Springmann, zum Ehrenmitglied. Steger bezeichnete ihn in seiner Laudatio als "einen verdienten Unterstützer unseres Vereins", der seit Januar 2000 die Vorstandschaft als Vertreter der passiven Mitglieder verstärke. In den 14 Jahren habe dieser immer mit Rat und Tat zur Verfügung gestanden. Er habe Vieles, was beredet worden sei, kritisch hinterfragt. "Durch diesen anderen Blickwinkel wurde uns oft geholfen und wir konnten somit viele Entscheidungen anders oder sicherer treffen", stellte Steger heraus. Wenn in irgendeiner Art und Weise Springmanns Hilfe benötigt wurde,  habe dieser nie gezögert, sondern einfach geholfen, zeigte der Vorsitzende an einem markanten Beispiel auf. Unterstrichen wurde die Auszeichnung nicht nur durch eine Urkunde und ein Geschenk, sondern die Musiker spielten zu Ehren des neuen Ehrenmitglieds noch den "Alte Kameraden-Marsch".
 
Als eine Ehrung, die er bisher noch nicht vornehmen durfte, bezeichnete der Vorsitzende die nächste Amtshandlung, als er gleich drei Personen - Siegfried Hauns, Karl Schönweiß und Horst Hoferer - orst orst HofererH für 50-jährige passive Mitgliedschaft und ihre Treue zum Verein mit einer Ehrenurkunde und einem Weinpräsent würdigte. Sie unterstützten die Stadtkapelle finanziell Jahr für Jahr, ohne dass es jemand groß bemerke, hob er hervor. Ein zusätzliches Dankeschön namens aller Musikerinnen und Musiker sagte Christian Steger Horst Hoferer, der seit vielen Jahren über die Konzerte und Aktivitäten der Stadtkapelle in der Zeitung schreibt, und bezeichnete die Zusammenarbeit als angenehm und unkompliziert.
 
Geehrt wurde aber auch noch ein aktiver Musiker: Jens Döttling, der seit 10 Jahren aktiv in der Stadtkapelle Oppenau mitwirkt, erhielt die silberne Vereinsehrennadel.
Vorsitzender Christian Steger (links) und sein Stellvertreter Markus Konrad (rechts) gratulierten Siegfried Hauns, Martin Springmann, Horst Hoferer und Jens Döttling zu
 
Ihrer Ehrung. Nicht auf dem Bild ist Karl Schönweiß.
Foto: Horst Hoferer

Neues Probelokal beflügelt die Musiker

Stadtkapelle Oppenau verzeichnet 15 Neuzugänge

Was die Besucher des Jahreskonzerts der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau bis zum Schluss nicht wussten, war, dass gleich 15 junge Musiker erstmals bei einer solchen Veranstaltung mitwirkten. Das erfuhren die Zuhörer erst am Ende des Konzerts, als Vorsitzender Christian Steger die Debütanten dem Publikum vorstellte: Leonie Bähr, Annelie Huber, Sarah Erlach, Nicole Mischke, Katrin Huber, Isabell Huschle, Laura Scherer, Anja Haas, Isabella Erdrich, JoeI Erdrich, Amelie Panter, Nicolas Huber, Jan Bruder, Patrick Kimmig und Tobias Schrempp.

Seit März letzten Jahres spielen sie im Orchester mit. In dieser kurzen Zelt hätten sich alle erstaunlich verbessert und weiterentwickelt und sehr gut in die Kapelle integriert, und man könne sich auch schon voll auf sie verlassen. So etwas sei nicht immer selbstverständlich, meinte Steger und fügte hinzu: "Aber ihr seid eine tolle Truppe und habt auch gemeinsam einen guten Zusammenhalt. Für euer bisheriges Musizieren und Engagement darf ich mich heute Abend recht herzlich bei euch bedanken."

Große Anerkennung zollte der Vorsitzende Stephan Börsig, der zu Recht den Titel Stadtkapellmeister trage, für seinen Verdienst. Einen wesentlichen Grund für den neuen Schwung in der Stadtkapelle sieht Christian Steger in deren neuem Domizil: "Die neuen Räume sind für uns ein Geschenk des Himmels beziehungsweise der Stadt. Bei jeder Probe geben sie uns Ansporn und steigern unsere Spielfreude." Blechbläser, meinte er mit einem leichten Augenzwinkern, spiegelten die Gesellschaft wider und seien dann besonders erfolgreich, wenn sie zusammenhielten. Das hätten sie bei der Renovierung des neuen "Probelokals" gezeigt.

Text: Horst Hoferer

Über die Generationen hinweg

Galakonzert der Stadtkapelle Oppenau begeisterte 450 Zuhörer / Publikum forderte zwei Zugaben

Stürmischer Beifall erntete die Stadt- und Kirchspielskapelle bei ihrem Jahreskonzert mit dem Motto "Musik für Generationen"

Glänzend aufgelegte Musiker und ein sehr guter Besuch ließen das Jahreskonzert der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau zu einem großen Erfolg werden. Dirigent Stephan Börsig hatte einmal mehr perfekte Arbeit geleistet.

Unter dem Motto "Musik für Generationen" präsentierte das Blasorchester unter Leitung von Stadtkapellmeister Stephan Börsig den Musikfreunden einmal mehr ein Konzert der Extraklasse. Großartige Kompositionen, dargeboten von hochmotivierten Musikern, ließen das diesjährige Galakonzert am Sonntag in der Günter-Bimmerle-Halle zu einem Erlebnis für Alt und Jung werden. werden. Hinzu kam Willi Keller, der einmal mehr, unter anderem mit seinen flotten Sprüchen als Moderator glänzte. Mit der Ouvertüre zur Oper "Rienzi" von Richard Wagner, in der das dramatische Geschehen um den Tyrann Cola di Rienzo vorweggenommen wird, sorgten die 57 Musiker mit ihrer kraftvollen Wiedergabe gleich für einen mitreißenden Konzertauftakt. In gleicher Weise überzeugten sie danach auch mit der Umsetzung des Stücks "Dialog der Generationen", in dem Komponist Kurt Gäble die verschiedenen Generationen, ihre Schwierigkeiten miteinander und am Ende die Einsicht, dass man nur gemeinsam existieren kann, musikalisch aufzeigt. Danach gab es verdienten Sonderbeifall von Zuhörern und Musikern gleichermaßen für die erst 16-jährige Amelie Panter. Sie gab ihr Debüt als Solistin (Alt-Saxophon) des Konzerttangos "Oblivion" von Astor Piazolla und meisterte ihre Aufgabe bravourös und fehlerfrei. Auch weitere Musiker zeichneten sich solistisch aus (siehe Hintergrund). Gefordert war immer wieder das Schlagzeug-Register, so auch beim dreiteiligen Stück "Os Passaros Do Brasil" von Kees Vlak, wobei die Passaros (Vögel) die Menschen symbolisieren. Ein Amazonasvogel wird mit einer Okarina imitiert, der Bossa-Nova-Rhythmus ist bestimmend für die traurige Taube, und schließlich tanzen die Vögel des Karnevals den typischen Sambarhythmus. Nach der Pause gefiel die Stadtkapelle zunächst mit den musikalischen Höhepunkten aus dem Film "Les Miserables" von Jay Bocook. Dann entführte sie die Besucher nach "Oregon" und ließ mit dieser Tondichtung von Jacob de Haan nochmals den Wilden Westen mit Indianern, Cowboys, Goldgräbern und Pferden mit Planwagen lebendig werden. Romantische "Erinnerungen an ein Ballerlebnis" weckte sie dann, vollendet vorgetragen, mit der immer wieder gern gehörten, schönen Komposition von Hans Bund. Rasant servierten die Musiker danach zum Schluss "Avocados" von Hans-Joachim Rhinow. Mit diesem Stück hatte dieser einst den ersten preis beim Kompositionswettbewerb der Bundeswehr gewonnen. Das begeisterte Publikum gab sich aber noch nicht zufrieden. Die Stadtkapelle freute sich über den großen Applaus und dankte ihrerseits mit den beiden Zugaben "Zum Städtele hinaus"  und dem "Marsch der Medici".

Text: Horst Hoferer

Ein Wochenende lang geprobt

Die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau veranstaltet am Sonntag, 26. Januar, um 18 Uhr in der Güner-Bimmerle-Halle ihr Jahreskonzert. Darauf bereiten sich die Musiker unter Leitung von Stadtkapellmeister Stephan Börsig seit vielen Wochen vor, und wie seit Jahren üblich, gehört dazu auch das geballte Training eines ganzen Probewochenendes. Dieses fand am Samstag und Sonntag statt, und zwar erstmals im neuen, geräumigen Domizil der Musiker im Anton-André-Weg.

Wie gewohnt will sich das Blasorchester auch beim diesjährigen Galakonzert von seiner besten Seite zeigen, das heißt auf hohem Niveau mit einem auserlesenen Programm. Es steht diesmal unter dem Thema "Musik für Generationen", inspiriert von dem Titel "Dialog der Generationen"  von Kurt Gäble.

Den Auftakt macht zuvor die Ouvertüre zu Richard Wagners Oper "Rienzi". Ihr Debüt als Saxofon-Solistin gibt Amelie Panter bei dem Werk "Oblivion" von Astor Piazolla.

Interessante Darbietungen sind ferner "Os Passaros do Brasil" von Kees VIak, Höhepunkte aus dem Film "Les Miserables", "Erinnerungen an ein Ballerlebnis" und "Avocados".

Es handelt sich um ein bestuhltes Konzert mit nummerierten Plätzen. Eintrittskarten sind verbilligt im Vorverkauf beim Kulturamt Oppenau, Tel. 07804/910 830, sowie an der Abendkasse erhältlich.

Bild und Text: Horst Hoferer

Programm des Jahreskonzerts 2014

 

Proben für das Jahreskonzert 2014 laufen auf Hochtouren

 

Die Proben für das Jahreskonzert am 26.01.2014 in der Günter-Bimmerle-Halle in Oppenau laufen auf Hochtouren. Durch die unermüdliche Probenarbeit unseres Dirigenten, Stadtkapellmeister Stephan Börsig, erhalten die ausgewählten Musikstücke allmählich den letzen Schliff.

Probe für das Jahreskonzert der Stadtkapelle am 26.01.2014 im neuen Probelokal

So langsam nimmt's Form an

In 1700 Stunden zu neuem Klag

Stadtkapelle Oppenau baut Probenraum aus / Mehr Platz und bessere Akustik

Der ehemlige Verwaltungsbau wird zum Probelokal umgebaut

Im Einsatz für den Probenraum: Die Mitglieder der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau bauen derzeit das Obergeschoss des ehemaligen Verwaltungsbaus der Anton André Sohn GmbH um. Bereits im Oktober will die Kapelle die neuen Räumlichkeiten nutzen können.

Damit es später auch gut klingt, soll ein Akustiker letzte Hand anlegen. Die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau will beim Umbau des bisherigen Firmengebäudes der Anton André Sohn GmbH nichts dem Zufall überlassen. Auch einen Bauzeiten-plan hat Christian Steger, Vorsitzender der Stadt- und Kirchspielskapelle, bereits erstellen lassen. "Vermutlich Anfang Oktober können wir einziehen", betont er.

Ende Januar hatte sich der Oppenauer Gemeinderat spontan dazu entschlossen, das zu dem Zeitpunkt bereits leer stehende Gebäude im Anton-André-Weg zu kaufen und den Vereinen zur Verfügung zu stellen. "Dafür sind wir dem Bürgermeister dankbar", meint Steger und sieht seinen Verein am Ziel angekommen. Die ProbenSituation im alten Schulhaus sei mittlerweile für die Mitglieder der Kapelle untragbar geworden. Insbesondere, weil in der letzten Zeit 15 Neuzugänge zu verzeichnen gewesen seien und nun bis zu 55 Personen in dem lediglich 72 Quadratmeter großen Raum Platz finden müssten. Zum Vergleich: Der neue Probenraum, den die Mitglieder der Kapelle seit zwei Wochen umbauen, soll rund 165 Quadratmeter groß sein.

"Am vergangenen Samstag haben wir die Wände herausgerissen", blickt Steger auf die Maßnahmen zurück, mit denen aus vielen kleinen Büros ein großer Saal geschaffen wurde. Alleine 20 Kubikmeter an Ytong-Steinen und drei Lastwagen Schutt seien dabei zusammengekommen. Nun müssten laut Steger die bei den Abrissarbeiten entstandenen Löcher im Boden noch verfüllt und die Isolierung entfernt werden. Mit der Decke hat die Stadt- und Kirchspielskapelle nämlich etwas Besonderes vor: Sie soll komplett verschwinden. "Das geht, weil sie keine tragende Funktion hat", erläutert der Vorsitzende. An ihre Stelle soll das GebäIk treten, das noch abgeschliffen und gestrichen werden muss. Der Vorteil der Aktion: "Wir haben dann eine Raumhöhe von 4,80 Metern", erklärt Steger. Das wiederum komme der Akustik 2ugute. Der bisherige Probenraum im alten Schulhaus kann lediglich mit einer Höhe von 3,20 Metern aufwarten.

Die Elektroinstallation wollen die Musiker ebenfalls komplett erneuern und noch Podeste anbringen, um erhöht zu sitzen. Insgesamt rechnet Steger mit 1700 Arbeitsstunden, die von den Mitgliedern der Kapelle geleistet werden müssen. Wobei es niemanden zu seht treffen soll. "Auf jeden werden etwa 30 Stunden kommen." ZusäIzlich zu den Arbeitsstunden kommen auf den Verein auch Kosten zu, die sich insbesondere aus den Materialien zusammensetzen. "Wir rechnen mit 30.000 bis 40.000 Euro, die auf uns zukommen."

Text: Von Simon Allgeier 

Es ist soweit!

Die Umbauarbeiten für das neue Probelokal beginnen

Wir investieren in die Zukunft

Stadtkapelle Oppenau blickt auf gelungenes Vereinsjahr zurück

 

 

Bilanz über das vergangene Jahr zog die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau in der Hauptversammlung am 20. März 2013. Im Mittelpunkt stand eine hochkarätige Ehrung.

 

Von Honst Hoferer

 

Die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau hat in der "Hoferlesmühle" das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Über 80 Mal waren die Musiker in Sachen Musik unterwegs, so Schriftführer Jörg Müller. Zu 45 GesamtProben kamen Registerproben und 36 Auftritte. Höhepunkte der vereinsinternen Veranstaltungen waren das Galakonzert und das mit dem Harmonika-Spielring Löcherberg veranstaltete Musikerherbstfest.

Zahlreiche Auftritte

Allgemeine Aufgaben waren die Tagwache am 1. Mai, Auftritte am Volkstrauertag, am Heiligabend, bei kirchlichen Anlässen und bei Kurkonzerten, darunter eines auf dem AdlerPlatz. Präsent waren die Musiker auch bei Festen und Veranstaltungen anderer Vereine und Institutionen, so an Fasent und beim Stadtfest. Der von Tanja Schwarz vorgelegte Kassenbericht zeigte eine solide Basis, vor allem dank der Arbeitseinsätze, wie bei den Bawü-Airgames.

Stadtkapellmeister Stephan Börsig sprach die großen musikalischen Erfolge an und nannte als Beispiele das Jahreskonzert, aber auch die Auftritte beim Weinfest in Oberkirch und auf dem Dollenberg. Um das zu erreichen, bedürfe es engagierter Musiker, unterstrich der Dirigent. Dankesworte richtete er auch an Bürgermeister Thomas Grieser und den Gemeinderat für die schnelle Entscheidung für das neue Probenlokal.

Vorsitzender Christian Steger betonte, das "schöne Plus" auf dem Konto könne man gut gebrauchen, denn "mit dem Umbau des neuen Vereinsheims kommt ein großer Brocken an Kosten auf uns zu". Aber wenn die Musiker jetzt nach den vielen Jahren der Wartezeit ihren Traum verwirklichen könnten, sollten sie hier nicht nur auf die Kosten schauen.

"Wir investieren hier für die nächsten Jahrzehnte und in unsere Zukunft", sagte Steger. Auch werde der Verein, der 2012 für die Nachwuchsarbeit 4000 Euro ausgab, weiterhin kräftig in die Jugendarbeit investieren. Mit dem eingeschlagenen Ausbildungskurs, wie die Kooperation Schule und Verein, Vor- und Jugendorchester, sei man auf einem sehr guten Weg und habe die Weichen für eine sichere Zukunft der Stadtkapelle gestellt.

"Ich freue mich, dass sich das Problem Probelokal jetzt gelöst hat", sagte Bürgermeister Thomas Grieser.

 

Ehrendirigent Siegfried Börsig (Zwiter von rechts) wurden für seine mittlerweile 60-jährige Zugehörigkeit zur Stadtkapelle höchste Auszeichnungen zuteil. Dazun gratulierten Bürgermeister Thomas Grieser, Vorsitzender Christian Steger und Karl Bühler

Hohe Auszeichnungen für Siegfried Börsig

 

Hohe Ehrungen wurden Ehrendirigent Siegfried Börsig für seine 60-jährige Zugehörigkeit zur Stadtkapelle zuteil. "Was Sie für die Stadtkapelle Oppenau geleistet haben und bis heute noch im Flötenunterricht tun, kann man in Worte eigentlich gar nicht fassen. Sie waren für uns schlichtweg ein Glücksfall!", sagte Vorsitzender Christian Steger.

Als Siegfried Börsig 1962 übernahm, war er gerade 24 Jahre alt. 35 Jahre habe er als musikalischer lnspirator gewirkt. 1952 sei er als Klarinettist in die Stadtkapelle eingetreten, aber erst drei Jahre später habe er sein Wunschinstrument, eine Flöte, erhalten. Dann zeigte Steger einige Höhepunkte auf: 1974 war das 175-jährige Vereinsbestehen, 1977 erfolgte Börsigs Ernennung zum Stadtkapellmeister. Den größten Erfolg feierte die Kapelle 1981 beim Bundesmusikfest in Villingen-Schwenningen, wo sie den ersten Rang erreichte.

Beim zehnten Welt-Musikwettbewerb 1985 in Kerkrade (Niederlande) erspielte sich die Stadtkapelle die Silbermedaille im Konzertwettbewerb und den ersten Preis im Marschmusikwettbewerb.

Anlässlich des 25-iährigen Dirigentenjubiläums 1987 zeichnete die Stadt Börsig mit der Ehrenmedaille in Silber aus, die Bundesvereinigung Deutsche Musikverbände (BDM) mit der silbernen Verdienstnadel und der Acher-Renchtal-Musikverband ernannte Börsig zum Ehrenmitglied.

lm April 1999 wurde Börsig nach 35 Jahren Dirigenten-Tätigkeit verabschiedet und zum Ehrendirigent und Ehrenmitglied ernannt. Seither spielt er als Flötist mit, ist weiter Ausbilder und übernimmt vertretungsweise auch den Taktstock. Steger überreichte dem Jubilar neben einer Ehrenurkunde einen Gutschein für das Festspielhaus Baden-Baden.

Bürgermeister Thomas Grieser würdigte ebenfalls die große Leistung Börsigs. Karl Bühler zeichnete Börsig im Auftrag des BDM mit der Verdienstehrennadel in Gold und dem Ehrenbrief des BDM aus.

Text: Horst Hoferer

 

"Vierzigjährige" sind die Stützen

Stadt- und Kirchspielskapelle zeichnet langjährige Mitglieder aus / Vorbilder für den Verein

Die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau ehrte ihre langjährigen Musiker. Sitzend von links: Wolfgang Groth, Stefan Huber, Wolfgang Ziegler (40 Jahre aktiv) und Franz H. Bruder (50 Jahre passives Mitglied), sowie stehend von links Vorsitzender Christian Steger, Marius Huber, Isabella Spinner, Ellen Jülg, Bianca Müller, Ines Birk (10 Jahre aktiv), Jochen Müller (25 Jahre aktiv), Verbandsvertreter Karl Bühler und Stadtkapellmeister Stephan Börsig

 

Sie prägten die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau in den vergangenen 40 Jahren: Wolfgang Ziegler, Stefan Huber und Wolfgang Groth wurden nun bei der Hauptversammlung mit einer Urkunde ausgezeichnet.

 

Von Horst Hoferer

 

Im Rahmen der Hauptversammlung der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau konnten langjährige Musiker ausgezeichnet werden. Von Vereinsseite ehrte Vorsitzender Christian Steger zunächst acht junge Aktive, die seit zehn Jahren in der Kapelle spielen: Sarah Harter, Marius Huber, Patrick Huber, Jose Poveda-Panter, Isabella Spinner, Ines Birk, Ellen Jülg und Bianca MüIler. Seit 25 Jahren dabei ist Posaunist Jochen Müller. Obwohl er seit geraumer Zeit in Oberkirch wohnt, sei er der Stadtkapelle Oppenau treu geblieben und gehöre immer zu den fleißigsten Probenbesuchern, unterstrich Steger und dankte mit einem Präsent.

Als "drei wichtige Stützen in unserem Verein" bezeichnete der Vorsitzende Wolfgang Ziegler (Flügelhorn), Stefan Huber (Waldhorn) und Wolfgang Groth (Flügelhorn), die vor 40 Jahren Mitglieder der Stadtkapelle wurden. Schnell hätten alle Verantwortlichen begriffen, dass diese eine hervorragende Musikalität und sehr viel Talent besitzen, sagte Steger in seiner Laudatio. Schon bald hätten sie ihr Wissen und ihr Können als Ausbilder an jüngere Musiker weitergegeben. Alle drei spielten zusätzlich bei den Renchtäler Musikanten, spielen immer noch im Bläserensemble der Stadtkapelle und unterstützen das Ortenau-Orchester. Außerdem engagieren sie sich im Vorstand.

Wolfgang Ziegler übernahm 1996 für zehn Jahre das Amt des Kassierers. Stefan Huber engagiert sich seit 2008 im Vorstand, zwei Jahre lang zunächst als stellver-tretender Vorsitzender, und seit 2010 ist er als Jugendleiter tätig. Außerdem ist er der Organisator des Musik-Kaffees. Wolfgang Groth bringt sich seit 1984 im Vorstand ein. Zuerst war er einige Jahre Beisitzer, ab 2002 für acht Jahre Schrift-führer und seither ist er auch der EDV-Beauftragte des Vereins. Seit 2010 ist Groth als Beisitzer für die Homepage verantwortlich. "Ihr habt mit Eurem Engagement und Eurem Willen maßgeblich zur Entwicklung der Kapelle beigetragen", betonte Steger, als er den drei "Vierzigjährigen" eine Urkunde und ein Geschenk überreichte.

Karl Bühler, Präsidiumsmitglied des Acher-Rench-Musikverbandes, der die goldene Ehrennadel mit der eingravierten Zahl 40 des Bundes Deutscher Blasmusikver-bände überbrachte, bezeichnete sie als Vorbilder, die nicht nur Musik machten, sondern auch Verantwortung übernähmen. Mit der silbernen Ehrennadel ehrte Bühler Jochen Müller.

Und dann hatte Christian Steger noch die erfreuliche Aufgabe, auch drei Personen für ihre 50-jährige passive Mitgliedschaft zu ehren: Franz H. Bruder sowie die nicht anwesenden Elisabeth Teufel und Willi Braun. Er dankte ihnen für ihre Treue zur Stadtkapelle mit einer Urkunde und einem Geschenk.

 

 

Galakonzert der Stadtkapelle am 27.01.2013

Ein Kinoabend nur mit Musik

 

Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau brillierte beim Galakonzert / Radetzky-Marsch als Zugabe

 

Das Jahreskonzert in der Günter-Bimmerle-Halle wurde für die sechzig Musiker der Stadt- und Kirchspielskapelle zu einem großen Triumph.

 

Sie sorgten mit „Klassikern der Filmmusik“ für Beifallsstürme der begeisterten 400 Zuhörer.

 

„Stadtkapellmeister Stephan Börsig hat die Musiker zum richtigen Zeltpunkt in Hochform gebracht“, stellte Christian Steger, Vorsitzender der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau, fest. In der Tat sorgte das glänzend aufgelegte Blasorchester für eine wahre Gala, welche den hohen Erwartungen mehr als gerecht wurde. Willi Keller moderierte das Programm gewohnt sachkundig und witzig. Stilgerecht wurde der Abend mit der „20th Century Fox Fanfare“, die Markus Schmiederer arrangiert hatte, eröffnet. Und dann lief der „Film“ ab.

 

Mit der „Star Wars Saga“ bekamen die Konzertbesucher einen kraftvollen Auftakt mit Pauken und Trompeten geboten nach der Musik von John Williams. Die Kapelle verstand es großartig, die Wechsel von lautem Kampfgetöse zu ruhigen Motiven überzeugend nachzuvollziehen. Beim „Titanic“-Medley mit der Musik von James Horner gab es natürlich besonders mit dem Ohrwurm „My Heart Will Go On“ ein Wiedererkennen. Dramatik pur präsentierten die Musiker auch mit „The Rock - Fels der Entscheidung“, in deren Mittelpunkt die Gefängnisinsel Alcatraz steht. Der Deutsche Hans Zimmer hat die Musik dazu komponiert. „James Bond 007“ folgte. Monty Norman hat das Bond-Thema geschrieben und Johann de Meij das Arrangement zum Soundtrack, bei dem neben dem Helden auch Goldfinger, Blofeld und Co. musikalisch Gestalt annahmen.

 

Gruß aus dem Dschungel

 

Nach einer erholsamen Pause ließ es das Blasorchester dann etwas ruhiger angehen. Zunächst mit dem „Dschungelbuch“ nach Rudyard Kipling, aus dem Walt Disney einen Zeichentrickfilm gemacht hat. Durch die Musik den Sherman-Brüdern und von Terry Gilkyson, von dem das Lied „Probiers mal mit Gemütlichteit“ stammt, wurden Mowgli, der mit WöIfen aufwächst, der heimtückische Tiger Shir Khan, Kaa und Baloo von der Stadtkapelle in Szene gesetzt. Eine „Disney Fantasy“ von Naohiro Iwai schloss sich an. Mit vielen musikalischen Effekten ließ die Kapelle die Mäuse tanzen und die Enten wackeln. Für die Filmmusik „DerKönig der Löwen“ erhielt Hans Zimmer einen Oscar. Seine ungewöhnliche Mischung aus Klassik und traditionellen afrikanischen Klängen dar. Doch auch diese Herausforderung wurde souveän wiedergegeben. Im Mittelpunkt des nächsten Vortrags stand der 1924 von José Maria Lacalle komponierte Schlager „Amapola“ (Mohnblume), in dem eine siebzehnjährige besungen wird. Die Stadtkapelle spielte die bekannte Vorgabe in den verschiedensten Versionen, darunter auch die interessanteste, die sich in dem FiIm „Es war einmal in Amerika“ findet.

 

An einem Kinoabend gebe es eigentlich keine Zugabe, meinte danach Moderator Keller. Aber die Stadtkapelle mache eine Ausnahme. Und so kam das begeisterte Publikum noch in den Genuss von „River-Kwai-Marsch“und „Radetzky-

Marsch“.

 

Text: Horst Hoferer

 

Mittelbadische Presse, Dienstag, 16. Oktober 2012

Text: Bernhard Huber

 

Großtaten am Blasinstrument

 

Zweites Oppenauer Musiker-Herbstfest mit badischem Einschlag stieß auf äußerst positive Resonanz

 

Badische Musiker der Extraklasse, badischer "Ochs vom Spieß", das Badner-Lied - das alles stilecht unter der badischen Flagge: Mit dem „Zweiten Oppenauer Musiker-Herbstfest" knüpften die Stadtkapelle Oppenau und der Harmonika-Spielring Löcherberg an den ersten Erfolg an.

 

Optisch unübersehbar drehte sich der Jungbulle auf dem fahrbaren Großgrill vor dem Eingang der Bimmerle-Halle. Der Duft des Grillfleisches heizte die Vorfreude an auf die satte Portion „Ochs am Spieß" mit Spätzle oder auch Kartoffelsalat. Auf die Minute genau zum Festbeginn am Sonntagvormittag waren die beiden Grillchefs, der auf solche „Großtaten" spezialisierte Metzgermeister Klaus Schafheitle aus Friesenheim und sein Oppenauer Kollege Rainer Haas, lieferbereit.

 

Der Jungbulle war auf der Weide des Ibacher Landwirts Gustav Treier herangewachsen. „Aus Oppenau für Oppenau", stellte Klaus Schafheitle heraus. Den Fassbieranstich zum Festauftakt begleitete musikalisch der Musikverein Harmonie Schapbach unter der Leitung von Dirigent Georg Schnurr. Den Musikern um den Vorsitzenden Patrick Roth sowie den Besuchern entbot Vorstand Klaus Gmeiner (Harmonika-Spielring) ein herzliches Willkommen und das auch namens seines Vorstandskollegen Christian Steger von der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau. Die Gäste aus dem Wolftal erfreuten weit über die Mittagszeit hinaus mit sehr guter Unterhaltungsmusik. AIs „Dankeschön" wird die Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau im kommenden Jahre zum Gegenbesuch nach Schapbach fahren.

 

Die zweite Station des sonntäglichen Musikantenexpresses betitelte Klaus Gmeiner als „ganz besonderen musikalischen Leckerbissen". Fesche Männer in Lederhosen und eine Frau in ihrer Mitte hatten mitsamt Instrumenten die Bühne eingenommen. Ihnen stand das Oppenauer Musiker-Urgestein Manfred Ziegler mit dem Dirigentenstab vor und der wusste ganz genau, um wen es sich dabei handelte: „Sechs ehemalige Renchtäler Musikanten, erweitert um Freunde aus Oppenau, Bad Peterstal und Lautenbach, alles handverlesene Musikanten."

 

Im vergangenen Jahr sei auf genau diesem Fest die Idee geboren worden und da habe er mit viel Freude mitgemacht, betonte Manfred Ziegler. Daraufhin begann der Auftritt einer wohl einmaligen Blasmusik-Crew, die mit ihren Weisen das Publikum rundum begeisterte. Unter den Zuhörern waren auch die Frauen und Männer des Oppenauer Jahrgangstreffens 1936/37. Neugierde plagte zudem Dirigent Manfred Ziegler: „Wir möchten hören, ob Sie gut singen können." Kein Problem für das Publikum, das umgehend unter Beweis zu stellen: Das „Bozener Bergsteigerlied", „Auf der Vogelwiese" und auch das „Badner-Lied" erklangen aus vollen Kehlen.

 

Endspurt am Sonntag

 

Pop, Rock, Swing, Märsche, vieles, was die Blasmusik so beliebt macht, servierte schließlich zum Endspurt am Sonntagabend die Trachtenkapelle Lautenbach unter der Leitung von Dirigent Armin Heinz in glänzender Verfassung. Das Saxofon-Solo von Fabian Fischer "I can't give you anything" begeisterte wie auch das Jux- und Gaudi-Duo „Max und Moritz" mit Stefan Rendler (Tenorhorn) und Klaus Vogt (Flügelhorn) sowie das Solo auf dem Flügelhorn „If you leave me now" von Christof Birk.

 

„Wir sind absolut zufrieden, hatten eine voll besetzte Halle und mussten Tische und Stühle sogar noch ergänzen", zogen Christian Steger und Klaus Gmeiner bereits noch während des späten Nachmittags eine sehr positive Resonanz ihres „Zweiten Oppenauer Musiker-Herbstfestes" mit perfekt badischem Einschlag.