Endlich wieder Blasmusik (ARZ vom 31.03.2022)

Die Stadtkapelle Oppenau präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein im Musikpavillon im Oberen Stadtgarten. Es war zugleich ein Benefizkonzert für die örtliche Ukraine-Hilfe.

Die Stadtkapelle Oppenau hat nach der langen Corona-Pause mit einem Ukraine-Benefizkonzert einen fulminanten Neustart hingelegt. Foto: Bernhard Huber

Oppenau (Hu). Rundum die Sitzplätze im Musikpavillon im Oberen Stadtpark belegt, dahinter auf dem Rasen bunte Grüppchen an Personen, schöner hätte die „Sehnsucht“ nicht in Erfüllung gehen können: „Endlich wieder Blasmusik!“. Die Stadtkapelle Oppenau unter der Leitung von Jörg Wette präsentierte sich am Sonntagnachmittag, begleitet vom strahlenden Sonnenschein, mit dem Konzert „Auf ein Neues…“. Ein Neustart nach der Corona-Pause – blendend, als wäre nichts gewesen.

„Einer sehr langen Pause folgten zunächst Auftritte von kleinen Gruppen im Freien, die viel Freude auslösten, dann haben wir ab Februar wieder Fahrt aufgenommen“, schilderte Martina Mayer in der Ansage. Zum Auftakt erklangen am Sonntagnachmittag die „Washington Post“, in der Folge die „Komotauer Polka“ und der Walzer „Zarte Liebe“.

Ja, und dann war der Auftritt der Kapelle auch ein Benefiz- Konzert zugunsten der örtlichen Ukraine-Hilfe. Der Landesmusikverband Baden-Württemberg hatte „anlässlich des brutalen Überfalls auf die Ukraine“ die Vereine zu Benefiz- Konzerten aufgerufen. Solidarität mit den Kriegsopfern solle damit geübt werden. „Wir sehen uns in die Pflicht genommen und setzen dem Donnern der Kanonen die vereinende, tröstende und friedenstiftende Macht der Musik aus zigtausend Kehlen und Instrumenten entgegen“, zitierte Martina Mayer den Landesverband. Dem landesweiten Vorschlag folgend brachte die Oppenauer Stadtkapelle das Musikstück „Die Gedanken sind frei“ zum Erklingen, danach zusätzlich die Komposition „Prayer for Ukraine“ (Gebet für die Ukraine).

Ein „Welcome Ukraine“ sagte Martina Mayer den bisher bei Art of Living in Maisach und dem Haus der Familie, ebenfalls in Maisach, angekommenen und beim Konzert teilweise anwesenden Kriegsflüchtlingen. Martina Mayer informierte über den bisherigen Verlauf der Hilfsaktion. „Viele, viele nette Menschen in Oppenau und darüber hinaus, auch von uns Musikern, haben mitgeholfen, was da in den zurückliegenden Wochen möglich wurde“, dankte Martina Mayer, die selbst im Unterstützerkreis in Maisach mitwirkt.

Hoffen auf Frieden

Merklich in der Stimme berührt meinte sie: „Wir hoffen, dass bald wieder Frieden herrscht und die Menschen nach ihrer Rückkehr sagen‚ in Oppenau ging es uns gut‘“. Kräftiger Beifall der Besucher unterstützte diesen flammenden Appell. Auf Eintrittsgeld wurde bei diesem Konzert verzichtet, stattdessen um Spenden für die örtliche Ukraine-Hilfe gebeten. Dirigent Jörg Wette und die Kapelle setzten das Benefiz-Konzert fort in angemessener Weise und sehr unterhaltend mit einer Reihe an beliebten Melodien. „Cream of Clapton“ gehörte dazu als Erinnerung an einen genialen Musiker, der den Blues als den Kraftgeber für Unzulänglichkeiten des Alltags bezeichnete. Das Medley „Best of Beatles“ erfreute die Zuhörer genauso wie der „Zigeunerbaron“ und die „Schöne Serenade“. Nach dem „Concerto d’Amore“ belohnte anhaltender Beifall die Akteure und die lieferten als Zugabe den „Kammbläser-Marsch.

ARZ: 29.12.2021

Stadtkapelle Oppenau: Drei jungen Musikerinnen konnte die Stadtkapelle Oppenau zur bestandenen Prüfung des Junior-Abzeichens

gratulieren. Geprüft wurde musikalische Theorie sowie Gehörbildung und Rhythmik. Die Teilnehmer wurden von Dirigent Volker Schmidt vorbereitet, der mit Stephan Börsig auch die Abnahme übernahm. Alle drei haben ein tolles Ergebnis erzielt und erhielten eine Anstecknadel und ein Präsent. Von links: Jugendleiterin Martina Mayer, Stephan Börsig, Luisa Schilling,

Matea Wiegert, Vorsitzender Jörg Müller, Lioba Pracht sowie Jugenddirigent Volker Schmidt. Foto: Stadtkapelle Oppenau

ARZ, Ausgabe vom 23.11.2021

Groß war die Freude der Jungmusiker aus Oppenau, Bad Peterstal und Bad Griesbach, als die „Bläserklasse Oberes Renchtal“ vergangene Woche an den Start ging. Nach dem Erhalt der Blasinstrumente entlockten die Kinder unter der Anleitung des Bläserklassenlehrers Franz Schindler ihre Melodien. Die Bläserklasse ist in eine Holz- und Blechbläsergruppe aufgeteilt und beinhaltet den gemeinsamen theoretischen Teil der Musikkunde. Neben dem Musizieren sollen verschiedene Unternehmungen stattfinden. Begleitet wird der Nachwuchs von Carina Huschle (Stadtkapelle Oppenau). Foto: Stadtkapelle Oppenau

Drei Vereine gründen eine Bläserklasse

Angebot im Oberen Renchtal nach den Herbstferien

Musiker aus dem Oberen Renchtal stellten den Kindern beim Instrumentenkarussell

die verschiedenen Blasinstrumente vor. Foto: Stadtkapelle Oppenau

Oppenau (red/rüd). Die Musikvereine aus Oppenau, Bad Peterstal und Bad Griesbach haben eine neue Bläserklasse „Oberes Renchtal“ gegründet. Zum Start gab es für die Jungmusiker ein Instrumentenkarussell. Dazu kamen viele musikbegeisterte Kinder mit ihren Eltern ins Kulturhaus Bad Peterstal.

Vorgestellt wurde die komplette Bandbreite der Blasinstrumente. Erfahrene Musiker aus den drei Vereinen standen den Interessierten erklärend zur Seite. Die Bläserklasse wird nach den Herbstferien unter der Leitung von Franz Schindler starten. Dabei steht das schrittweise Erlernen des Wunschinstrumentes und die Freude am gemeinsamen Musizieren im Mittelpunkt.

Interessierte können sich bei einem der drei Vereine, der Stadtkapelle Oppenau, der Musik- und Milizkapelle Bad Peterstal und der Trachtenkapelle Bad Griesbach anmelden.

Musikerin holt silbernes Leistungsabzeichen


ARZ 29.09.2021: Die Musikerin der Stadtkapelle Oppenau, Sarah Schilling, hat die Prüfungen des Leistungsabzeichens in Silber erfolgreich bestanden. Die Leistungsabzeichen sind Beweis für den guten Ausbildungsstand der Jungmusiker. Sie werden vom Musikverband vergeben und gliedern sich in Theorieunterricht mit Gehörbildung und praktisches Musikzieren mit anschließender Prüfung. Insgesamt gibt es die Abzeichen in vier Stufen, vom Juniorabzeichen über das Bronze- und Silber- bis zum Goldabzeichen. Bei einer Feier im Serenadenhof in der Illenau in Achern wurden die Urkunden den erfolgreichen Absolventen übergeben, zum Stolz der Stadtkapelle Oppenau.

Foto: Stadtkapelle Oppenau

Jahreshauptversammlung 2021

Volker Schmidt, Christian Steger und Xaver Birk sind als langjährige Mitglieder der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau ausgezeichnet worden. Ihr Einsatz geht weit übers Musizieren hinaus.

VON BERNHARD HUBER

Oppenau. Bei der Hauptversammlung der Stadt- und Kirchspielskapelle Oppenau gab es eine Reihe hochkarätiger Ehrungen. Ausgezeichnet wurden die Musiker Volker Schmidt für 25 Jahre, Christian Steger für 40 Jahre und Xaver Birk für 60 Jahre. Glückwünsche gab’s für acht Aktive zum „Zehnjährigen“ (siehe Stichwort). Neues Ehrenmitglied ist Christoph Spinner. Seit 25 Jahren ist Volker Schmidt in der Stadtkapelle. Vorstand Jörg Müller erinnerte an die gemeinsame Zeit in der Jugendkapelle als Volker Schmidt diese leitete. Auch aktuell engagiert er sich als Jugenddirigent. „Du besorgst Noten, entwirfst Plakate, bereitest Jugendmusiker auf das Leistungsabzeichen vor.“ Volker Schmidt spielt Tuba.

Vor 40 Jahren kam Christian Steger zur Stadtkapelle und entwickelte sich zu einem exzellenten Trompeter und Flügelhornisten. Ab dem Jahr 2000 Beisitzer, 2004 zweiter Vorstand, ab 2008 leitete Christian Steger für acht Jahre als Vorsitzender die

Geschicke des Vereins. Er war federführend bei der Bewirtung des Mega-Events BaWü-Games und beim ersten Oppenauer Musikerherbstfest 2011. Christian Steger rief die Bläserklasse ins Leben. Als „ganz großen Coup zusammen mit Markus Konrad“, wertete Jörg Müller den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Firma André in das Probelokal der Stadtkapelle. „Hunderte Stunden verbrachtest du mit der Planung und warst dann einer der beiden Stundenkönige auf der Baustelle.“ Die Auszeichnung für 60 Jahre durfte Ehrenmitglied Xaver Birk in Empfang nehmen. „1961 bis du in die Stadtkapelle gekommen, da war Konrad Adenauer Bundeskanzler“, verdeutliche Jörg Müller die Zeitspanne. „Du bist am Flügelhorn zu finden, gerade dieses Register ist seit Jahren in unveränderter Besetzung“, so Müller. Birk besitze die Gabe, viele Stücke auswendig zu spielen, nicht nur die Melodie, sondern sehr oft improvisiere er die zweite Stimme dazu. Weiter erinnerte Jörg Müller an Birks Mitwirken bei den Renchtäler Musikanten, zusammen mit Manfred Ziegler.

„Oppenau ist sehr rege“

Die Glückwünsche des Acher-Renchtal-Musikverbandes überbrachte Karl Bühler. „Oppenau ist im Verband sehr rege“, lobte Bühler und sprach die Dollenberg-Konzerte an wie auch das Jungmusikerabzeichen. Bühler gratulierte den Geehrten und überreichte Christian Steger die Goldene Ehrennadel des Verbandes Deutscher Blasmusik sowie Xaver Birk die Ehrenadel in Gold mit Diamant der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände. „Das sind Musterbeispiele, wie man es in einem Verein nach oben bringen kann“, befand Bühler. Zum Ehrenmitglied ernannt wurde Christoph Spinner. Er begann seine Musikerlaufbahn 1972. „Bekannt als exzellenter Schlagzeuger warst du 30 Jahre aktiver Musiker, bevor du gesundheitshalber kürzertreten musstest“, sagte Müller. Spinner habe immer spontan ausgeholfen, „wenn Not am Schlagzeug“ gewesen sei, „er kann auch ohne Probe den sicheren Beat geben“. Jörg Müller dankte Spinner für die Unterstützung durch die Gestaltung von Plakaten oder Programmen.

Ehrung bei der Stadtkapelle Oppenau: (v. l., vorne): Andrea und Christian Steger, Cornelia und Christoph Spinner, Xaver Birk, Karl Bühler (Acher-Renchtal-Musikverband), (v. l., hinten) die Vorstände Tanja Schwarz, Markus Konrad und Jörg Müller. Fotos: Bernhard Huber

Ehrungen für 10-jährige aktive Tätigkeit

Marus Konrad, hier mit Ehefrau Simone, wurde aus der Vorstandschaft verabschiedet

Das neue Vorstandteam v.l.n.r.:

Martin Braun, Martina Mayer, Tanja Schwarz, Markus Schmiederer, Jörg Müller, Manuela Erlach, Christine Fischer-Huber, Franz Käshammer, Amelie Panter, nicht auf dem Bild: Marius Huber, Matthias Fischer.

Markus Konrad wurde verabschiedt

Markus Konrad war seit 216 einer der drei Vorstände im Dreier-Führungsteam der Stadtkapelle. Auf eigenen Wunsch kandidierte er jetzt nicht mehr für diese Aufgabe, was er schon länger kundtat. "Insagesamt 29 Jahre in der Vorstandschaft aktiv und das heißt sehr, sehr aktiv", formulierte Vorstandskollege Jög Müller bei der Verabschiedung von markus Konrad aus dem "Vorstandsgschäft".

Konrad ist nicht nur seit 45 Jahren aktiver Musiker, er war Beisitzer von 1992 bis 1996, 2. Vorsitzender von 1996 bis 2000, Vorsitzender von 2000 bis 2008, 2. Vorsitzender von 2012 bis 2016 und danach Vorstand im Dreier-Team.

Jörg Müller zählte eine ganze Reihe von Ereignissen auf, die mit Markus Konrad verbunden sind, unter anderem 1999 das Verbandsmusikfest anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Stadtkapelle, 2008 der volle Erfolg des „Musical der Freude“, 2013 der Umbau des Probelokals, wo Konrad mit 400 die meisten Einsatzstunden hatte.

Großer Einsatz

Das Herbstfest initiierte er zusammen mit Christian Steger und führte das Fest weiter, ebenso Ausflüge wurden maßgeblich von ihm organisiert. Alles habe ein energisches Durchsetzungsvermögen und eine akribische Planung erfordert. Jörg Müller: „Vielen, vielen Dank für deinen überdurchschnittlichen Einsatz, von dem wir alle profitieren“.

Text: Bernhard Huber

Lukas Huber hat an der Posaune den ersten Platz bei „Jugend musiziert“ gewonnen. Foto: Privat

Videos aufgenommen für Jugend musiziert

Lukas Huber darf an Bundeswettbewerb teilnehmen

Oppenau (kr). Die Musikschule von Stephan Börsig in Oppenau kann Erfolge vermelden. Zwei Schüler haben erfolg-reich am Landeswettbewerb von Jugend musiziert teilgenom-men. Einer davon darf nun sogar auf Bundesebene zeigen, was er an seinem Instrument drauf hat. Lukas Huber aus Oppenau hat in der dritten Klasse mit dem Posaunenspiel angefangen und ist über die von Stephan Börsig initiierte Bläserklasse zu seinem Instrument gekommen. Inzwischen spielt der 15-Jährige in mehreren Orchestern, darunter die Bigband am Hans-Furler- Gymnasium und die Stadtkapelle in Oppenau.

„Vor Corona habe ich sechsmal die Woche Posaune gespielt“, berichtet er. Jetzt findet das Musizieren nur noch im heimi-schen Zimmer statt – oder im Hausflur. Dorthin hat er sein Vorspiel verlegt, als er das Video für seine Teilnahme bei „Jugend musiziert“ aufgenommen hat – wegen der Akustik. Drei Stücke hat er vorgespielt: James Curnows „Fantasy for Trombone“, Benedetto Marcellos Sonatat No. 1 und ein Concerto von Rimski- Korsakow.

Mit seinem Konzert hat er die Jury überzeugt und den ersten Platz belegt. Deshalb darf er nun auch beim Bundeswettbe-werb teilnehmen. Ob der in Präsenz oder ebenfalls per Video stattfinden wird, ist noch nicht klar. Für Lukas Huber hat die Videoteilnahme auch Vorteile gehabt: „Man ist nicht so aufge-regt“, sagt er. Grundsätzlich mag der Oppenauer am Posaunenspiel, dass man den Erfolg des Übens beobachten kann: „Erst hört es sich oft grausam an und dann wird es immer besser“, beschreibt er diese Erfahrung.

Das gemeinsame Musizieren in Zeiten von Corona fehlt ihm sehr. So geht es auch Filippo Pezza. Der 14-jährige Trompeter, ebenfalls Schüler von Stephan Börsig, liebt vor allem das Musizieren in der Gruppe und die Konzerte. Der Legelshurster spielt im örtlichen Musikverein, wo er auch schon als Solist auf der Bühne stand, und in der Big Band des Schillergymnasiums in Offenburg. Er hat bereits zum dritten Mal an „Jugend musiziert“ teilgenommen. Zwei Mal hat er den Wettbewerb gewonnen, dieses Jahr ist er Zweiter geworden. Er hat also den Vergleich zwischen Live-Vorspiel und Video-aufnahme und kommt zu dem Ergebnis: „Live ist besser. Da ist man aufgeregt und unter Druck performe ich besser.“ Außerdem sei der Klang einer Videoaufnahme nicht mit Live-Musik zu vergleichen. Für den Wettbewerb hat er sehr viel geübt und mit seinem Lehrer schließlich drei Stücke ausgewählt.

Beide Jungmusiker hoffen nun, dass sie bald wieder mit ihren Orchestern musizieren dürfen.

(Bild und Text aus der Acher-Rench-Zeitung, Ausgabe vom 30.03.2021)

Acher-Rench-Zeitung vom 29.07.2020:  Jungmusikerleistungsabzeichen übergeben

Die Stadtkapelle Oppenau zeichnet sechs Jugendliche nach Intensivkurs und Prüfung aus

Jungmusiker geehrt: die Absolventen mit dem Vorsitzenden der Stadtkapelle Oppenau Jörg Müller sowie den Jugendleiterinnen Manuela Erlach und Martina Mayer. Foto: Stadtkapelle

Oppenau (red/RK). Insgesamt sechs Jungmusiker der Stadtkapelle Oppenau stellten sich der Herausforderung für die Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber. Hierzu wurden sie in Musiktheorie, Rhythmik und Gehörbildung durch Stephan Börsig vorbereitet. Nach der Vorbereitungszeit im Verein folgte im letzten Spätjahr ein Intensivkurs mit Prüfung durch den Acher-Renchtal-Musikverband. Normalerweise werden die Jungmusikerleistungsabzeichen im Rahmen des Jugend-Sommerkonzertes verliehen. In diesem Jahr müssen die Sommerkonzerte coronabedingt leider ausfallen, weshalb die Urkunden im Rahmen einer Gesamtprobe übergeben wurden, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtkapelle.

Den sechs Musikerinnen und Musikern konnten nun die Urkunden sowie eine Anerkennung für das Silberne Jungmusikerleistungsabzeichen von Seiten der Stadtkapelle überreicht werden: Eva Hoferer (Flöte), Felix Huber (Trompete), Lukas Huber (Posaune), Elias Spinner (Horn), Moritz Steger (Euphonium) und Paul Federau (Trompete).

 

An unser Publikum

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer unseres Vereins,

 

Unser Spielbetrieb ist aufgrund der Corona-Pandemie zur Zeit leider eingestellt, um einer weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken.

 

Nicht gemeinsam Proben zu können, nicht Musizieren und für unser Publikum wie gewohnt Konzerte geben zu können, trifft uns sehr. Wir versuchen in dieser Zeit trotzdem mit kleinen Auftritten Lichtblicke zu schaffen. Mit kleinen, genehmigten und entsprechend den Vorgaben instruierten Besetzungen sind wir immer wieder in Oppenau, als auch den Teilorten unterwegs, und geben an schönen Orten kleine Konzerte unter freiem Himmel.

 

Am 1. Mai begrüßten wir von der Kletthütte und dem Schulhof aus, mit zwei Musikgruppen den neuen Monat, gefolgt von Auftritten vor dem Vincentiushaus, dem Bruderpark und in den Teilorten.

 

Wir hoffen dass wir bald wieder in unser „normales“ Jahresprogramm einsteigen, und Ihnen unsere Musik wie gewohnt präsentieren können.

 

Wir wünschen Ihnen allen Alles Gute,

 

Ihre Stadtkapelle Oppenau

Oppenaus Geschichte vertont

Stadtkapelle erzählte Historie der Stadt mit Melodien über Hexen, Vampire, Freiheitskämpfer und Star Trek

Eine musikalische Reise durch die Stadtgeschichte unternam die Stadtkapelle Oppenau beim Jahreskonzert. Bild: Katharina Reich

Das Jahreskonzert der Stadtkapelle Oppenau am Sonntag (26.01.2020) in der Günter-Bimmerle-Halle stand im Zeichen des 950. Jubiläums der Stadt und war gleichzeitig der erste Auftritt des neuen Dirigenten Jörg Wette. Er unternahm mit seinem Orchester eine musikalische Reise durch die Oppenauer Geschichte.

 

VON KATHARINA REICH

 

Oppenau. Beethovens Ouvertüre zu Egmont, eine Klezmer- Melodie und Musik aus dem Tanz der Vampire: Aus diesem Musikmix die Oppenauer Stadtgeschichte abzuleiten, fällt nicht auf Anhieb leicht. Moderator Willi Keller nannte diese Aufgabe eine „Mission impossible“, nahm sie aber wie Tom Cruise im gleichnamigen Filmen mutig an.

 

So stellte er fest, dass im Geburtsjahr Beethovens und danach die Oppenauer Bauern militärisch um die Nutzung des Hoch-walds kämpften. Willi Keller war sich deshalb sicher, dass Beethoven, wäre er ein Oppenauer gewesen, über diesen Konflikt seine elfte Sinfonie geschrieben hätte. Die Stadtkapelle spielte daraufhin Beethovens Ouvertüre zu Goethes Drama „Egmont“. Mit anfangs düsteren Akkorden und später dem bekannten Siegesthema brachten die Musiker das Drama des niederländischen Freiheitskämpfers auf die Bühne.

 

In die Zeit der Hexenverfolgung führte Keller ein, bevor die Stadtkapelle Steven Reinekes „The Witch and the Saint“ spielte. Ein trauriges Kapitel der Oppenauer Geschichte: 56 Frauen und Männer sind Anfang des 17. Jahrhunderts wegen angeblicher Hexerei zum Tode verurteilt worden. Die Programmmusik ließ im Kopf schaurige Bilder entstehen und erzählte die Geschichte um zwei ungleiche Zwillingsschwestern: die eine als Hexe gefoltert, die andere als Heilige verehrt.

 

Man könnte meinen, ein Blasorchesterwerk über Star Trek beschäftige sich mit der Zukunft. Willi Keller verband den Titel „Star Trek through generations“ aber mit der Einladung, einen Ritt durch 950 Jahre Oppenauer Geschichte zu unternehmen. Gehe man von der wissenschaftlichen Annahme aus, dass eine Generation 31,7 Jahre dauere, hätten in Oppenau bereits 30 Generationen gelebt. Die Stadtkapelle spielte die schönsten Melodien der Kultserie.

 

Nach der Pause war der neue musikalische Leiter Jörg Wette auch als Musiker zu erleben. Wie der große Klezmer-Klarinettist Giora Feidman kam auch Wette auf der Klarinette spielend durch den Saal auf die Bühne, wo das Orchester mit einsetzte.

 

Anfällig für Vampire

 

„Zur Geschichte der Stadt gehört auch die Musik. Seit mehr als 220 Jahren prägt die Stadtkapelle das kulturelle Leben Oppenaus. Ohne sie und ihre Musik wäre es eine kalte und blutleere Stadt“, unterstrich Moderator Keller die Bedeutung der Musik und schaffte dabei den Übergang zu einer völlig anderen Musikgattung: der Musik aus dem Film und Musical „Tanz der Vampire“. „Hat jemand Knoblauch dabei?“, fragte Keller das Publikum. Weil Oppenau keine blutleere Stadt sei, seien die Einwohner schließlich besonders vampirgefährdet. Ohne gebissen zu werden, kam das Publikum schließlich in den Genuss der schönsten Melodien der Vampirgeschichte.

Nach einem Medley mit STücken von Tom Jones durdte sich die Stadtkapelle über tosenden Applaus freuen. Der Einstand Jörg Wettes war gelungen, oder wie es Vorsitzender Jörg Müller in seiner Schlussansprache formulierte: "Wette gewonnen!".

Dirigent Jörg Wette war mit einer Klezmer-Melodie auch an der Klarinette zu hören